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Aktuelles

BED Projekte GmbH - Nahwärme vor Ort

Erstelldatum24.09.2026

Aktuelle Entwicklungen zum Wärmenetz der BED Projekte.

Wer heute mit Heizöl oder Erdgas heizt, erlebt erneut, wie stark die Energiepreise von internationalen Ereignissen beeinflusst werden. Besonders deutlich zeigt sich das derzeit beim Heizöl: Die Preise haben aktuell wieder ein Niveau erreicht, das zuletzt 2022 zu Beginn des Ukraine-Kriegs zu beobachten war. Grund dafür ist der Irankrieg, der bereits im Frühjahr zu hohen Preisen geführt hat und auch aktuell wieder für einen drastischen Preisanstieg sorgt. So kostet ein Liter Heizöl aktuell rund 1,52 Euro. Gleichzeitig verzeichnen auch die Gaspreise wieder einen Aufwärtstrend. Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich die Preise für Heizöl und Erdgas in den kommenden Monaten entwickeln werden. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass Gas und Heizöl auf einem vergleichsweise hohen Preisniveau bleiben. Neben den Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten wirken sich langfristig auch steigende Netzentgelte und CO₂-Kosten auf die Heizkosten aus. Diese Entwicklung zeigt, wie abhängig fossile Energieträger von globalen Märkten, politischen Entscheidungen und internationalen Krisen sind. Genau hier setzt die kommunale Wärmewende an. Mit dem Nahwärmenetz der BED Projekte entsteht seit einigen Jahren eine regionale Alternative zu Heizöl und Erdgas. Ziel ist
es, Wärme aus erneuerbaren Energiequellen vor Ort bereitzustellen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Durch die Netzvorlauftemperatur von mindestens 65°C, die in der Regel über 70°C liegt, bietet die Nahwärme vielen Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümern gleichzeitig die Möglichkeit, auf eine nachhaltige Wärmeversorgung umzusteigen, ohne ihr gesamtes Gebäude umfassend sanieren zu müssen.

Wärmenetz in Tomerdingen wächst weiter
Dass dieser Weg funktioniert, zeigt die Entwicklung des bestehenden Wärmenetzes in Tomerdingen. Das Netz versorgt bereits zahlreiche Gebäude zuverlässig mit Wärme und wächst weiter. So konnten in diesem Jahr weitere Haushalte im Bereich des bisherigen Ausbaugebietes nachträglich an das Wärmenetz angeschlossen werden. Die hierfür erforderlichen Tiefbau- und Rohrbauarbeiten sind nun weitgehend abgeschlossen. Damit können künftig zusätzliche Haushalte von einer regionalen und nachhaltigen Wärmeversorgung profitieren. Mit dem Ausbau des bestehenden Netzes soll die Entwicklung jedoch nicht enden. In den vergangenen Monaten fand die Beratungsphase für einen möglichen vierten Bauabschnitt in Tomerdingen statt. Dieser umfasst die Straßenzüge Neue Straße, Kirchgasse, Wannenmacherstraße, Steigweg sowie den mittleren Teil der Lindenstraße. Nun werden die weiteren Schritte ermittelt. Dabei werden die eingegangenen Anträge ausgewertet, der zukünftige Wärmebedarf analysiert und mögliche Leitungsführungen geprüft. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche
und langfristig tragfähige Umsetzung des nächsten Ausbauschrittes zu schaffen. Auch in Dornstadt selbst wird weiterhin geprüft, ob und unter welchen Voraussetzungen künftig eine Wärmeversorgung über ein Wärmenetz möglich sein könnte. Derzeit werden hierfür zunächst die notwendigen Grundlagen erarbeitet. Dabei stehen derzeit die Voruntersuchungen zu einem möglichen Standort für eine Heizzentrale im Fokus. Anschließend kann geprüft werden, unter welchen finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen ein solches Projekt umgesetzt werden könnte. Konkrete Entscheidungen oder Terminpläne gibt es derzeit noch nicht. Die Entwicklungen der BED Projekte machen deutlich: Die Wärmewende vor Ort erfolgt Schritt für Schritt. Während die internationalen Energiemärkte auch künftig von Unsicherheiten geprägt bleiben können, wird in der Region weiter an einer Versorgung gearbeitet, die auf langfristige Planung, regionale Wertschöpfung und erneuerbare Energien setzt. So entstehen nach und nach die Voraussetzungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung für die Gemeinde.