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Kita-Beiträge steigen in zwei Schritten
Gute Kinderbetreuung ist für Familien, Kinder und die Gemeinde unverzichtbar. Gleichzeitig sind die Kosten für Personal, Gebäude und Betrieb in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen,
die Elternbeiträge für die Dornstadter Kitas ab September 2026 in zwei Schritten anzupassen. Für einen U3-Platz mit 35 Wochenstunden beispielsweise zahlen Familien mit einem Kind im Haushalt künftig 574 Euro im Monat statt bisher 492 Euro. Für Kinder über drei Jahren steigt der Beitrag bei 35 Wochenstunden von 186 auf 194 Euro. Der Gemeinderat folgt damit den Empfehlungen von Städte- und Gemeindetag sowie der Vier-Kirchen-Konferenz. Die neuen Beiträge gelten ab 1. September 2026. Einen weiteren Schritt hat der Gemeinderat bereits für das Kindergartenjahr 2027/2028 beschlossen. Den kirchlichen Trägern empfiehlt die Gemeinde, entsprechend zu verfahren. Uns ist klar: Für Familien ist jeder zusätzliche Euro im Monat spürbar. Deshalb fällt eine solche Entscheidung nicht leicht. Sie ist aber notwendig, weil die Kosten der Kinderbetreuung in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen sind als die Einnahmen aus Beiträgen.
Kosten sind deutlich gestiegen
Die Elternbeiträge decken nur einen Teil der Kosten für die Kinderbetreuung. Landesweit streben die kommunalen Spitzenverbände einen Kostendeckungsgrad von 20 Prozent an. Dornstadt erreicht diesen Wert seit Jahren nicht. Im Jahr 2025 lag der Deckungsbeitrag bei 11 Prozent. Gleichzeitig wächst der Betrag, den die Gemeinde aus dem Haushalt für die Kinderbetreuung aufbringen muss. Über alle kommunalen und kirchlichen Kitas hinweg lag die Lücke im Jahr 2020 bei rund 2,21 Millionen Euro. Im Jahr 2025 waren es rund 5,07 Millionen Euro. Die Gemeinde staffelt die Beiträge sozial, hält eine gute Personalausstattung vor und investiert in die Gebäude. Hinzu kommen steigende Personalkosten. Auch zeitweise freie
Plätze wirken sich aus, weil dann Elternbeiträge fehlen. Die Verwaltung prüft deshalb laufend, ob Gruppenstrukturen und Öffnungszeiten noch zum Bedarf passen.
Dornstadt schließt Lücke bei Krippenplätzen
Vor allem im U3-Bereich lagen die Dornstadter Beiträge bisher unter den Empfehlungen der Verbände. Für einen Krippenplatz mit 35 Wochenstunden zahlen Familien im Kindergartenjahr 2025/2026 in Dornstadt 492 Euro. Die Empfehlung lag bereits bei 550 Euro. Ab September 2026 übernimmt Dornstadt die empfohlene Beitragshöhe. Für einen U3-Platz mit 35 Wochenstunden werden dann 574 Euro fällig, wenn ein Kind im Haushalt lebt. Ab September 2027 steigt dieser Beitrag auf 597 Euro. Bei Kindern über drei Jahren folgt Dornstadt bereits den Empfehlungen. Für eine VÖ-Betreuung mit 35 Wochenstunden zahlen Familien mit einem Kind im Haushalt ab September 2026 monatlich 194 Euro. Ab September 2027 sind
es 202 Euro.
Was Familien ab September zahlen
Die Beiträge richten sich weiterhin nach dem Alter des Kindes, dem Betreuungsumfang und der Zahl der Kinder im Haushalt. Für Kinder über drei Jahren kostet die Regel- und VÖ-Betreuung bis 33,5 Wochenstunden ab September 2026 bei einem Kind im Haushalt 166 Euro im Monat. Eine VÖ-Betreuung mit 35 Wochenstunden kostet 194 Euro. Für die Ganztagesbetreuung über 40 Wochenstunden zahlen Familien 430 Euro. Bei Kindern unter drei Jahren kostet die Vormittagsbetreuung mit 25 Wochenstunden ab September 2026 bei einem Kind im Haushalt 410 Euro. Für die VÖ-Betreuung mit 35 Wochenstunden werden 574 Euro berechnet. Die Ganztagesbetreuung über 40 Wochenstunden kostet 647 Euro. Die soziale Staffelung bleibt erhalten. Leben mehrere Kinder in einem Haushalt, sinkt der Beitrag. Familien, die durch die Beiträge stark belastet werden, können prüfen lassen, ob das Landratsamt Alb-Donau-Kreis die Kindergartenbeiträge ganz oder teilweise übernimmt. Die Gemeinde weist ausdrücklich auf diese Möglichkeit hin.
