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Bürger-Energie-Genossenschaft Dornstadt
Zur Generalversammlung der Bürger-Energie-Genossenschaft Dornstadt konnte Bürgermeister Rainer Braig die Mitglieder begrüßen. In seiner Ansprache würdigte er das Engagement der Genossenschaft, die mit ihren Photovoltaik-Anlagen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung in der Gemeinde leistet. Die Vorstände Werner Weidlin und Johannes Bumiller berichteten anschließend über das vergangene Geschäftsjahr.
Die Zahlen verdeutlichen den Erfolg der Bürger-Energie-Genossenschaft: Im Jahr 2025 erzeugten die Photovoltaik-Anlagen nahezu 400.000 Kilowattstunden Strom. Dadurch konnten rund 176 Tonnen CO₂ eingespart werden. Diese Strommenge entspricht rechnerisch dem Jahresbedarf von etwa 130 Haushalten. Ein wesentlicher Teil der erzeugten Energie wird direkt vor Ort genutzt. Knapp 80.000 Kilowattstunden wurden unmittelbar in kommunale Gebäude eingespeist – rund 20.000
Kilowattstunden mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs ist insbesondere auf neue Anlagen zurückzuführen. So profitieren beispielsweise Kindergärten, Schulen, das Hallenbad und die Feuerwehr von der lokal erzeugten Energie. Bei der Feuerwehr Dornstadt liegt der Anteil der Eigennutzung bereits bei rund 75 Prozent. Zu den größeren neu hinzugekommenen Anlagen zählen die Photovoltaik-Anlage auf der Grundschule Tomerdingen sowie auf der Halle in Scharenstetten. Ganz aktuell wurde zudem die Pumpstation in Temmenhausen mit einer Anlage ausgestattet. Damit wächst die dezentrale Energieerzeugung in der Gemeinde kontinuierlich weiter. Auch wirtschaftlich verlief das Geschäftsjahr erfreulich. Dem Vorschlag des Vorstandes, die Dividende – wie bereits in den vergangenen Jahren – auf drei Prozent festzulegen, stimmte die Generalversammlung einstimmig zu. Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war der Bericht von Michael Kuhnle, Geschäftsführer der BED-Projekte GmbH. Er informierte ausführlich und anschaulich über den geplanten weiteren Ausbau der Nahwärmeversorgung in Tomerdingen. Darüber hinaus stellte er die langfristige Möglichkeit vor, auch in Dornstadt ein Nahwärmenetz aufzubauen. Solche Vorhaben erfordern Investitionen in Millionenhöhe und eine sorgfältige, langfristige Planung. Die Ausführungen stießen bei den Anwesenden auf großes Interesse. Die Generalversammlung zeigte damit einmal mehr: Die Bürger-Energie-Genossenschaft Dornstadt verbindet erfolgreiche Projekte der erneuerbaren Energie mit einem klaren Blick auf die zukünftige Wärme- und Energieversorgung der Gemeinde.
