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Mehrzweckhalle füllt sich mit Leben
Die neue Mehrzweckhalle in Scharenstetten ist fertiggestellt und kann genutzt werden. Damit steht dem Dornstadter Ortsteil vor allem für den Sportbetrieb, für Vereine, Veranstaltungen und das örtliche Leben ein vielseitig nutzbares Gebäude zur Verfügung. Die Halle bietet Raum für den regelmäßigen Vereinssport ebenso wie für größere Veranstaltungen mit unterschiedlicher Bestuhlung. „Mit der neuen Mehrzweckhalle gewinnt Scharenstetten einen Ort, der im Alltag dringend gebraucht wird. Nach der langen Projektgeschichte ist es gut, dass sich die Halle nun mit Leben füllen kann“, sagt Bürgermeister Rainer Braig. Am kommenden Wochenende Samstag, 13. Juni, und Sonntag, 14. Juni, wird die Halle feierlich eingeweiht.
Gebäude bietet viele Funktionen
Die Mehrzweckhalle umfasst im Erdgeschoss neben der eigentlichen Halle ein Foyer, eine Küche mit Andienung, ein Stuhllager, eine Umkleide für Übungsleiterinnen und Übungsleiter, zwei Umkleideräume, einen Regieraum, einen Putzmittelraum und drei Geräteräume. Im Obergeschoss befinden sich die Galerie, Toiletten und Technikräume. Die Heizzentrale liegt im Untergeschoss. Die Nutzfläche beträgt rund 970 Quadratmeter im Erdgeschoss und rund 205 Quadratmeter im Obergeschoss. Der Bruttorauminhalt liegt bei rund 8.900 Kubikmetern. Damit ist ein Gebäude entstanden, das auf die Anforderungen des
Sports, aber auch auf Veranstaltungen und eine flexible Nutzung ausgerichtet ist.
Platz für Sport und Veranstaltungen
Die Mehrzweckhalle ist sowohl auf den regelmäßigen Sportbetrieb als auch auf Veranstaltungen ausgerichtet. Für den Vereinssport bietet sie verlässliche Rahmenbedingungen; bei Festen, Konzerten, Versammlungen oder anderen Veranstaltungen kann sie flexibel bestuhlt und genutzt werden. Je nach Bestuhlung, Nutzung des Foyers und Einsatz einer Bühne sind Veranstaltungen mit mehreren hundert
Besucherinnen und Besuchern möglich. In der Halle selbst reicht die Kapazität – abhängig vom Aufbau – von rund 330 bis knapp 580 Sitzplätzen. Ohne Bestuhlung liegt die maximale Nutzerzahl für Halle, Galerie und Foyer zusammen bei 1.484 Personen. Damit bietet das Gebäude genügend Spielraum für ganz unterschiedliche Formate: vom sportlichen Alltag über Vereinsveranstaltungen bis hin zu
größeren Festen.
Halle ist barrierefrei erreichbar
Auch die Barrierefreiheit wurde berücksichtigt. Im Erdgeschoss gibt es ein Behinderten-WC. Das Obergeschoss mit der Galerie ist über einen Aufzug erreichbar. Damit können auch Veranstaltungen mit Nutzung der Galerie besser organisiert werden. Zur Wärmeversorgung dient eine Pelletheizung. Über eine Wärmeleitung sind auch das Sportheim und das Musikerheim angebunden. Die Wärme kann separat abgerechnet werden. Die Halle ist nicht nur als Einzelgebäude geplant, sondern in die vorhandene Infrastruktur am Standort eingebunden.
Außenbereich ergänzt die Nutzung
Auch der Außenbereich wurde für die spätere Nutzung mitgeplant. Vor der Halle ist ein großer Vorbereich mit Sitzstufen entstanden. Er kann bei Veranstaltungen einbezogen werden und schafft zusätzliche Aufenthaltsqualität rund um das Gebäude. In die Anlage wurden Elektropoller integriert, damit Stände bei Veranstaltungen direkt versorgt werden können. Zusätzlich wurden Leerrohre vorbereitet, durch die
bei Bedarf Wasserschläuche geführt werden können. Zur Anlage gehören außerdem eine Rettungszufahrt, 40 Pkw-Stellplätze und Flächen für 40 Fahrradstellplätze. Einzelne Restarbeiten werden noch abgeschlossen.
Projekt wurde nach Baustopp wieder aufgenommen
Der Weg bis zur Fertigstellung war lang. Die erste Teilbaufreigabe erfolgte im September 2019, die Baubeginnsanzeige im März 2020. Am 6. Oktober 2020 wurden die Bauarbeiten gestoppt. Hintergrund war ein rechtliches Verfahren im Zusammenhang mit der Baugenehmigung, dem Bebauungsplan und dem Lärmschutz. Die Gemeinde und die klagenden Anlieger konnten später eine Vereinbarung schließen. Darin wurden unter anderem Maßnahmen zum Lärmschutz und Regelungen zum Parken bei Veranstaltungen festgelegt. Nach der Rücknahme des Widerspruchs konnten die Arbeiten fortgesetzt werden.
Im April 2023 nahm die Gemeinde das Projekt wieder auf. Zunächst mussten Nachkalkulationen erstellt und die weiteren Schritte für den Gemeinderat vorbereitet werden. Durch die lange Unterbrechung und die allgemeine Baupreisentwicklung hatten sich die Kosten verändert.
Lärmschutz ist Teil der Lösung
Zu den vereinbarten Maßnahmen gehört eine drei Meter hohe Lärmschutzwand. Außerdem muss die Gemeinde sicherstellen, dass auf dem angrenzenden Schotterparkplatz bei Veranstaltungen ein Abstand von 45 Metern zu bestehenden Gebäuden eingehalten wird. Auch die Zahl sogenannter seltener Ereignisse pro Jahr wurde geregelt. Diese Punkte schaffen die Grundlage dafür, dass die Halle genutzt
werden kann und die Belange der Anlieger berücksichtigt werden.
Kosten liegen bei rund 7,8 Millionen Euro
Derzeit rechnet die Gemeinde mit Gesamtkosten von rund 7,8 Millionen Euro. Der aktuelle Kostenstand liegt bei rund 6,75 Millionen Euro. Dabei stehen größere Rechnungen für die Außenanlagen sowie weitere Schlussrechnungen noch aus. Das Landratsamt hat die Halle baurechtlich Ende Maimabgenommen.
Planung und Fachplanung
An der Planung beteiligt waren das Architekturbüro Graf und Völk aus Langenau sowie für die Fachplanung Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro das Planungsbüro Bohnacker aus Schelklingen. Die Arbeiten wurden über den langen Projektverlauf hinweg durch die zuständigen Fachbereiche der Gemeindeverwaltung begleitet.
Feierliche Einweihung
Die Einweihungsfeier für die Mehrzweckhalle Scharenstetten ist am Sonntag, 14. Juni, ab 10 Uhr. Nach einem Gottesdienst laden Ortsverwaltung und Vereine zu Mittagessen, einem bunten Programm und der offiziellen Eröffnung um 14 Uhr ein. Bereits am Samstag gibt es ab 18 Uhr eine Hockete mit DJ-Saile.

