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Gemeinde baut Elternberatung und Familientreffs aus
Die Gemeinde Dornstadt kann das Kinderhaus und das Familien- und Generationenzentrum weiterentwickeln. Dafür hat sie eine Förderzusage des Landes Baden-Württemberg erhalten. Mit der Förderung können vorhandene Angebote für Familien gestärkt, weiter vernetzt und gezielt ausgebaut werden. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Landesprogramms „Kinder- und Familienzentren“.
Das Programm unterstützt Kindertageseinrichtungen dabei, sich zu Orten der Begegnung, Beratung, Bildung und Begleitung für Familien weiterzuentwickeln. In Dornstadt knüpft das Projekt an Strukturen an, die bereits bestehen. Das Kinderhaus und das Familien- und Generationenzentrum arbeiten schon heute mit Beratungsstellen, Bildungsträgern, Vereinen, Ehrenamtlichen und weiteren Akteuren zusammen. Auch im pädagogischen Team sind Erfahrungen in Koordination, Projektarbeit und Netzwerkarbeit vorhanden.
Familien finden Beratung und Austausch vor Ort
Mit der Förderung sollen Angebote entstehen oder weitergeführt werden, die Familien im Alltag gut erreichen. Dazu gehört ein Eltern-Kind-Café als Raum für Begegnung, Austausch und Vernetzung. Auch ein Generationen-Café ist vorgesehen, das Menschen unterschiedlichen Alters zusammenbringt.
Ein weiterer Baustein ist die Elternberatung durch die psychologische Beratungsstelle des Evangelischen Diakonieverbands Ulm und Alb-Donau. Sie soll Familien einen unkomplizierten Zugang zu fachlicher Beratung in vertrauter Umgebung ermöglichen. Ergänzend sind Angebote mit „Ensō Kids“ geplant, einer Praxis für Bewegungsbildung und kindliche Selbstentfaltung. Sie sollen Kinder in Körperwahrnehmung, Selbstvertrauen und persönlicher Entwicklung stärken.
Außerdem ist ein Anti-Mobbing-Seminar für Eltern vorgesehen. Unter dem Titel „Kinder stärken – Mobbing verstehen – richtig handeln“ sollen Eltern Informationen und Orientierung für schwierige Situationen erhalten. Weitere Impulse sollen durch Kooperationen mit Oberlin e. V. entstehen, unter anderem im Rahmen von „Haltestelle – DigiBus – Medienbildung auf Rädern“ und „RoFa – Rollendes Familienzentrum“. Dabei geht es um frühe Bildung und Förderung, Medienbildung sowie Freizeit-, Spiel- und Kreativangebote für Familien.
Projektgruppe begleitet die Weiterentwicklung
Die Gemeinde plant eine Projektgruppe „Familienzentrum“. Darin sollen Vertreterinnen und Vertreter aus Elternschaft, pädagogischem Team und Träger gemeinsam an der weiteren Ausrichtung arbeiten. Erfahrungen aus dem Alltag im Kinderhaus, Rückmeldungen von Familien und Beobachtungen aus dem Team sollen regelmäßig einfließen.
Damit bleibt die Weiterentwicklung nah an den Menschen, die die Angebote nutzen oder in der Einrichtung arbeiten. Die Gemeinde kann dadurch prüfen, welche Themen Familien tatsächlich beschäftigen, welche Formate gut angenommen werden und wo weitere Unterstützung sinnvoll ist.
Förderung schafft Spielraum für Koordination
Die Landesförderung dient als Anschubfinanzierung. Eine dauerhafte Übernahme sämtlicher Maßnahmen in die kommunale Finanzierung Dornstadts ist damit nicht automatisch verbunden. Vor Ablauf der Förderung soll fachlich und finanziell bewertet werden, welche Bausteine sich bewährt haben. Auf dieser Grundlage entscheidet die Gemeinde, welche Angebote fortgeführt, angepasst oder in anderer Form weiterentwickelt werden können.
