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Dornstadt gewinnt die Artenschutzauszeichnung „Straßenoase 2025“
Dornstadt zeigt mit der insektenfreundlich gestalteten Blühfläche in Tomerdingen Lindenstraße/Kreuzung Wannenmacherstraße, wie erfolgreicher Artenschutz vor Ort gelingt. Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg zeichnet dieses Engagement jetzt im Rahmen des Wettbewerbs „Straßenoasen“ aus. Wo vorher eine monotone Rasenfläche war, sprießen heute bunte Wildblumen. Ein farbenfroher Kontrast zur grauen Straße, der Gutes tut: Die neue Blühfläche dient vor allem Insekten als Lebensgrundlage. Wildbienen, Schmetterlinge und Kleinsäuger finden in den heimischen Pflanzen wichtige Nahrung, einen Nistplatz und wertvollen Lebensraum. Die farbenprächtige Fläche kommt ohne Pestizide aus und ist in Dornstadt zum Hingucker für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher geworden.
Die Umgestaltung überzeugte auch die Fachjury des Wettbewerbs „Straßenoasen“, die die insektenfreundliche Fläche nun als einen der Gewinner kürte. Als Preis für ihr Engagement erhält Dornstadt die landesweite Auszeichnung „Straßenoase 2025“ und gilt somit als Vorzeigebeispiel des Artenschutzes. Als Symbol für diese Auszeichnung erhält Dornstadt ein Schild, das die Straßenoase kennzeichnet. Die Jury für die Kategorie Artenschutz des Wettbewerbs, der dieses Jahr bereits zum siebten Mal stattfindet, setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg, des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, des NABU Baden-Württemberg und der begleitenden Agentur Morgenwelt GmbH zusammen. Bewertet wurden unter anderem die Wirkung der Fläche für den Artenschutz sowie ihre Strahlkraft in der Öffentlichkeit als beispielgebende Straßenoase“.
Dornstadt ist stolz auf die gelungene Umgestaltung der Fläche. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit im Sinne des Artenschutzes nun landesweit als Vorzeigebeispiel gilt. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eines der drängendsten Themen unserer Zeit, das wir auch vor Ort adressieren möchten. Wir möchten mit der Umgestaltung der neuen Blühfläche als gutes Beispiel vorangehen. Unser besonderer Dank gilt all unseren Kolleginnen und Kollegen des Bauhofs der Gemeinde Dornstadt sowie den ehrenamtlich Aktiven der Aktionsgruppe „Grünes Dornstadt“, die das Konzept erarbeitet und umgesetzt haben“, sagt Susanne Berger, Koordination kommunale Nachhaltigkeit. Der natürliche Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten wird immer knapper. Rund 42 Prozent der heimischen Insektenarten sind in ihrem Bestand stark reduziert oder vom Aussterben bedroht. Dabei sind sie für unsere Lebensräume unersetzlich: Sie bestäuben Blüten, bekämpfen Schädlinge und tragen zur Fruchtbarkeit der Böden bei. Der Rückgang der Insekten hat auf den Menschen und die Umwelt extrem negative Auswirkungen. Dornstadt setzt mit der umgestalteten Fläche ein Zeichen für den Artenschutz – und somit für zukünftige Generationen.
