Aktuelles
Kita-Angebote gezielt anpassen
Gemeinde hat Kita-Bedarfsplanung fortgeschrieben: Stichtage im März und Oktober 2025 bestätigen freie Plätze und mehr Spielraum für Zuzug
Die Gemeinde Dornstadt bietet ausreichend Betreuungsplätze in ihren Kindertageseinrichtungen. Der Gemeinderat hat den aktuellen Stand der Kindergartenbedarfsplanung jetzt zur Kenntnis genommen. Grundlage sind die Daten aus dem zentralen Vormerkungssystem und regelmäßige Auswertungen zu festen Stichtagen. Weil sich die Bevölkerungsentwicklung nur begrenzt vorhersagen lässt, überprüft die Gemeinde die Planung fortlaufend.
Vormerkungen nutzen und Plätze vergeben
Eltern melden ihren Bedarf über das zentrale Vormerkungssystem an. Für das jeweils kommende Kindergartenjahr ist eine Vormerkung bis zum 1. März erforderlich. Die Gemeinde wertet die Daten aus und kann auf dieser Basis Plätze zuweisen. So behalten Verwaltung und Träger den Überblick und können frühzeitig reagieren, wenn sich Nachfrage und Betreuungswünsche verändern.
Stichtage auswerten und aktuelle Lage zeigen
Die Stichtagsauswertung vom 11. März 2025 zeigt: Allen Familien konnte im U3- und Ü3-Bereich ein Platz angeboten werden. Eine Warteliste bestand nicht. In einzelnen Fällen passte die gewünschte Betreuungszeit nicht vollständig zu den vorhandenen Zeiten in den Einrichtungen. Zugleich ergab die Auswertung erstmals freie Kapazitäten, auch bei den Plätzen für Kinder unter drei Jahren. Insgesamt blieben nach der Vergabe acht U3-Plätze und acht Ü3-Plätze frei.
Auch die Auswertung vom 9. Oktober 2025 bestätigt dieses Bild. Erneut bestand keine Warteliste. Die Zahl der freien Plätze stieg auf 22 U3-Plätze und 19 Ü3-Plätze. Damit verfügt die Gemeinde derzeit über zusätzlichen Spielraum, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.
Flexibel bleiben und Angebot verantwortungsvoll steuern
Freie Kapazitäten geben der Gemeinde mehr Möglichkeiten, wenn Familien zuziehen oder sich kurzfristig zusätzlicher Bedarf ergibt. Gleichzeitig achtet Dornstadt darauf, Personal und Gruppenstrukturen mit Augenmaß zu steuern. Wenn Fachkräfte ausscheiden, prüft die Gemeinde im Einzelfall, ob sie nachbesetzt oder ob sie Angebote mittelfristig zusammenführt. Zusätzlich prüft die Gemeinde, ob sie Betreuungsformen und Betreuungszeiten weiter anpassen kann. In begrenztem Umfang kann sie Plätze auch für Anfragen aus Umlandkommunen freigeben, sofern dies vor Ort keine Engpässe auslöst und die Beteiligten sich abstimmen. „Dornstadter Einrichtungen werden zunehmend attraktiv auch für auswärtige Eltern“, stellt Fachbereichsleitung Jan Weiszhar fest, „unter der Bedingung, dass zuerst die hier wohnhaften Kinder versorgt sind, können danach noch vorhandene Kapazitäten dosiert angeboten werden“.
U3-Gruppe geschlossen
Die Gemeinde hat die Entwicklung in der Kita Tomerdinger Straße seit dem 1. März 2025 besonders aufmerksam verfolgt. Weil sich die geringere Nachfrage im U3-Bereich auch zum Stichtag 9. Oktober 2025 bestätigte, hat sie dort eine U3-Gruppe bis auf weiteres geschlossen.
Für die Bedarfsplanung 2026 plant die Gemeinde, aktuelle Werte erneut aktualisieren zu lassen. Zusätzlich ist für 2026 eine externe Prüfung der Bedarfsplanung vorgesehen. Den Neubau eines Kindergartens in Tomerdingen ordnen Verwaltung und Gemeinderat weiterhin als nachrangig ein, er steht derzeit nicht unmittelbar an. Die Ergebnisse der Bedarfsplanung bestätigen diesen Kurs.
