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Nächster Schritt zur Weiterentwicklung des Schulcampus
Ein wichtiges Projekt der nächsten Jahre ist für die Gemeinde Dornstadt die pädagogische und räumliche Weiterentwicklung des Schulcampus, zu dem die Bühl-Grundschule, die Bühl-Realschule sowie das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) gehören. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die erarbeiteten Raumfunktionsbücher als Grundlage für die weitere Planung gutgeheißen. Zudem hat er eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Sie soll prüfen, ob und wie die angedachten Nutzungen, Neuordnungen und Umbauten umsetzbar sind.
14 Workshops im ersten Halbjahr
Veränderte pädagogische Anforderungen, eine ungünstige räumliche Aufteilung und Sanierungsbedarf in allen Schulen, aber auch die wachsende Nachfrage nach Ganztagsschulplätzen bilden den Hintergrund für die Überlegungen zur Schulentwicklung. Im ersten Halbjahr 2025 fanden dazu insgesamt 14 Workshops unter Leitung des Instituts Lernlandschaft mit Vertretern der Schulen und der Gemeinde statt. Erarbeitet wurde ein pädagogisches Raumfunktionskonzept, das im Juli dem Gemeinderat vorgestellt wurde.
Die sogenannten Raumfunktionsbücher beschreiben die Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten sämtlicher geplanter Räume – von den Unterrichtsräumen über Team- und Fachräume bis hin zu den Verwaltungsbereichen und Gemeinschaftsflächen. Das Raumprogramm ist dann auch Grundlage für die Flächenberechnung, die Kostenermittlung und die Abstimmung mit dem Schulträger und den Förderstellen.
Funktionale und technische Gesichtspunkte
Nachdem die Schulleitungen die Raumfunktionsbücher inzwischen noch einmal gründlich geprüft haben, hat der Gemeinderat nun den nächsten Schritt unternommen. Das Büro nps Bauprojektmanagement (Ulm) wird zum Angebotspreis von 7500 Euro brutto eine funktionale und technische Machbarkeitsstudie für den Schulumbau erstellen.
Die funktionale Studie prüft, ob die geplanten Nutzungen und Anforderungen im geplanten oder bestehenden Gebäude sinnvoll umsetzbar sind. Raumgrößen und Unterrichtsformen sind da nur zwei Stichworte. Die technische Studie bewertet, wie es um die baulichen, technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen – etwa Statik, Haustechnik, Energieversorgung oder Brandschutz – steht und welche Anpassungen erforderlich sind. Außerdem wird geschätzt, welche Kosten entstehen könnten. Beide Studien dienen als Grundlage für fundierte Planungsentscheidungen.
Ganztagsmodell für Grundschule wird erarbeitet
Ein weiteres Thema ist die Einrichtung eines Ganztagsmodells an der Bühl-Grundschule, auch vor dem Hintergrund, dass es ab 2026 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen gibt. Die Schulleitung erarbeitet derzeit ein Konzept, das nach den Vorstellungen des Gemeinderats möglichst zum Schuljahr 2027/28 umgesetzt werden soll. Falls dieses Ziel aus zeitlichen oder inhaltlichen Gründen nicht gehalten werden kann, ein Jahr später.
Wie die Ganztagsbetreuung genau aussehen wird, ob sie als Wahlmöglichkeit angeboten oder in verbindlicher Form eingerichtet wird, ist noch offen. „Wir wollen das sensibel und schrittweise angehen“, sagt Jan Weiszhar, der Fachbereichsleiter für Bildung und Betreuung. In der jüngsten Ratssitzung informierte auch Schulamtsdirektorin Andrea Sperr die Bürgervertreter ausführlich über bestehende Möglichkeiten und Modelle sowie über Erfahrungen anderer Kommunen.
Erfolgreiche Qualifizierung der Betreuerinnen
In Sachen Ganztagsbetreuung ist die Gemeinde mit ihrem Kernzeitangebot bereits gut aufgestellt. Dennoch wurde jetzt in Kooperation mit der Leiterin des Regionalen Bildungsbüros des Landratsamts Alb-Donau-Kreis, Heike Heiß, zusätzlich eine umfassende Qualifizierungsmaßnahme erarbeitet, die den Betreuungskräften ohne pädagogische Fachausbildung helfen soll, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Anfang August absolvierten neun Betreuerinnen aus Dornstadt und vier aus Beimerstetten eine dreitägige Fortbildung in täglich achtstündiger Präsenz. Das erfolgreiche Pilotprojekt war landkreisweit die erste Qualifizierungsmaßnahme dieser Art.
