Aktuelles
Weichen für die Schulen der Zukunft stellen
Die Gemeinde Dornstadt entwickelt derzeit gemeinsam mit dem externen Institut Lernlandschaft eine zukunftsfähige Schulstruktur. Ziel ist es, tragfähige pädagogische Konzepte mit wirtschaftlicher Verantwortung und baulicher Machbarkeit zu verbinden. Seit dem vergangenen Jahr haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Schulen, Gemeinderat, Elternschaft und weiteren Bereichen intensiv eingebracht. In Workshops untersuchten sie die Bedarfe einzelner Schularten und suchten gemeinsam nach Synergien. Besonders im Fokus stand dabei der Bildungscampus rund um das Bühl-Schulzentrum. Die Beteiligten analysierten die räumliche Situation, bewerteten Fördermöglichkeiten und entwickelten erste Vorstellungen für bauliche und organisatorische Weiterentwicklungen.
Außenstandort Bollingen im Blick
Auch den Außenstandort der Bühl-Grundschule in Bollingen bezogen die Beteiligten in ihre Überlegungen ein. Aktuell lernen dort nur zwei kleine Klassen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zunächst theoretische Frage, ob sich der Standort langfristig in die Hauptstelle in Dornstadt integrieren ließe. Diese Möglichkeit wird als Szenario betrachtet, ohne Beschluss, ohne Fahrplan, ohne Vorfestlegung. Die Gemeindeverwaltung rechnet frühestens im Jahr 2026 mit einer vertiefenden Diskussion dieser Frage im Gemeinderat. Im Vorfeld will sie das Gespräch mit dem Ortschaftsrat Bollingen und weiteren Gremien suchen. Vorgesehen ist ein transparenter und ergebnisoffener Dialog. Sollte sich die Diskussion konkretisieren, sollen Gemeinderat und Ortschaftsrat ausreichend Zeit erhalten, um mögliche Veränderungen gründlich zu beraten.
Schulstandort stärken, Bedürfnisse ernst nehmen
Die Gemeinde setzt auf Lösungen, die pädagogisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und baulich realisierbar sind. Gleichzeitig legt sie Wert darauf, bewährte Strukturen nicht leichtfertig aufzugeben. Auch den Außenstandort Bollingen betrachtet sie vor diesem Hintergrund. Falls sich die Idee einer Integration konkretisieren sollte, würde auch die Beförderung der betroffenen Kinder eine wichtige Rolle spielen. Schon heute fahren einige Schülerinnen und Schüler an einzelnen Tagen mit dem Bus zur Grundschule nach Dornstadt.
SBBZ, Raumkonzepte und Schülerzahlprognosen
Das Staatliche Schulamt Biberach und das Landratsamt signalisierten Interesse, das SBBZ um einen weiteren Zug für den Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ zu erweitern. Die Gemeinde prüft derzeit, ob dies umgesetzt werden kann. Zudem entstand mit dem sogenannten Raumfunktionsbuch ein zentrales Planungsinstrument, das pädagogische Konzepte und bauliche Anforderungen systematisch miteinander verknüpft. Das dazugehörige Raumprogramm dient als Grundlage für Flächenberechnungen, Kostenplanung und die spätere Abstimmung mit Förderstellen.
Auch die Entwicklung des Neubaugebiets „Dornstadter Höfe“ fließt in die Überlegungen ein. Die Gemeinde beobachtet die voraussichtlichen Auswirkungen auf die Schülerzahlen gemeinsam mit dem Schulamt und dem Regierungspräsidium. Diese Zahlen bilden eine wichtige Grundlage für weitere Entscheidungen im Schulbereich.
