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Neujahrsempfang der Gemeinde Dornstadt vom 16.01.2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn Sie das Jahr 2018 vor Ihrem geistigen Auge Revue passieren lassen?
Wahrscheinlich ein Reigen aus – hoffentlich vielen – fröhlichen und wohl auch leidvollen Ereignissen aus Privatem und Öffentlichem. Das reicht von der Geburt eines Kindes im Familienkreis bis zum Abschied von einem geliebten Menschen.

Vielleicht kommen Ihnen auch folgende Ereignisse in den Sinn:
- der wenig weltmeisterliche Auftritt unserer Nationalmannschaft bei der WM in Russland – als Motivation gab es den Zuschlag zur Ausrichtung der EM 2024
- um Klassen besser war da Angelique Kerber, die als erste deutsche Tennisspielerin nach Steffi Graf in Wimbledon den Titel holte.

Vielleicht kommen Ihnen aber auch die
- Friedensnobelpreistäger Nadia Murad und Denis Mukwege in den Sinn
- den „Hitze-Sommer“ wird jeder noch vor Augen haben
- erneut gab es nach zähen Verhandlungen eine große Koalition
- eine Mondfinsternis konnte man beobachten oder Sie erinnern sich vielleicht an die  65.000 Menschen, die beim Rock gegen Rechts in Chemnitz dabei waren

Was bleibt noch?
Häufig bleibt auch das Gefühl, dass die Zeit viel zu schnell vergeht und man viele Dinge schon gar nicht mehr im Gedächtnis hat.
Einen prall gefüllten Kalender hatte auch die Gemeinde Dornstadt und ich werde gleich wieder auf ein paar wichtige Bauvorhaben und Themen die uns in 2018 beschäftigt haben und auch in 2019 beschäftigen werden eingehen.
Ich freue mich, meine sehr geehrte Damen und Herren, dass Sie alle meiner Einladung zum Neujahrsempfang auch in diesem Jahr gefolgt sind und die Gelegenheit nutzen in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.
Insgesamt sind wir in Dornstadt weiterhin auf einem guten Weg. Doch ob unsere Anstrengungen erfolgreich sind hängt auch von Faktoren ab, auf die wir keinen Einfluss haben. In unserer globalisierten Welt wirkt sich die wirtschaftliche und politische Großwetterlage auf jede Kommune und jedes Unternehmen aus.
Wir leben in einer Zeit vieler Krisen und Umbrüche. Das, worauf wir lange gebaut haben, eine stabile EU, die transatlantische Partnerschaft und die nach dem 2. Weltkrieg gezimmerte Welthandelsordnung ist brüchig geworden; alte Verlässlichkeiten schwinden.
Diese Entwicklung hat nicht erst mit dem Amtsantritt von Donald Trump eingesetzt. Aber mit dieser Präsidentschaft hat sie eine neue Dimension bekommen. In rascher Folge hat Trump ein Abkommen nach dem anderen gekündigt, von Handelsabkommen über das so wichtige Klimaabkommen bis zum Atomvertrag mit dem Iran.
Auch die EU, mit der wir politisch und wirtschaftlich so eng verflochten sind, steht nicht gut da. In wenigen Wochen wird Großbritannien aus der Gemeinschaft austreten - mit noch immer nicht zur Gänze absehbaren Folgen.
Zudem nehmen insgesamt populistische und nationalistische Regierungen und Tendenzen zu. Verrohung der Sprache, hasserfüllte Parolen sind fast alltäglich geworden und manchmal hat man das Gefühl, dass menschenverachtende und Minderheiten diffamierende Äußerungen einfach geduldet bzw. hoffähig werden.
Diesen Trends müssen wir uns alle entgegen stellen!
 
Wir müssen alles dafür tun damit unsere Gesellschaft weiterhin demokratisch und offen bleibt. Die politisch Verantwortlichen müssen stärker transparent und verständlich handeln. Wir müssen die Sorgen unserer Mitbürger ernst nehmen und die Probleme angehen. Das gilt für die Regierungen in Berlin und in Stuttgart, aber auch auf der kommunalen Ebene. Dabei wünsche ich mir, dass das Zusammenleben im Ort, in den Gemeinderats- und Ortschaftsratssitzungen, aber auch im Austausch mit Ihnen den Bürgerinnen und Bürgern von Fairness und gegenseitigem Respekt geprägt ist.
Gerade in einer Kommune ist es von großer Bedeutung, in ständigem Dialog zu stehen und gemeinsam an der Entwicklung der Gemeinde zu arbeiten. Wir brauchen den Interessenausgleich und Übereinkünfte, um Dornstadt weiterentwickeln, um große Projekte durchziehen und große Aufgaben bewältigen zu können.
Sicher haben Sie alle mitbekommen, dass sich der Gemeinderat und ich bei der Aufstellung des Haushaltsplans 2019 und der Planungen für die Folgejahre nicht ganz einig waren.
Wir konnten diesen Dissens aus zeitlichen Gründen noch nicht auflösen. Im Frühherbst werden wir gemeinsam in einer Klausur jedoch einen Plan für die kommenden Jahre erarbeiten.
Im Grunde geht es ja nur darum, die Vielzahl an bereits bekannten und gewünschten Projekten und Aufgaben so einzuplanen, dass sie einerseits solide finanziert sind, wir uns Handlungsspielräume für die Zukunft lassen und uns so viel vornehmen, dass die Verwaltung diese Aufgaben professionell und gut abarbeiten kann.
Bei dieser Planung sollen natürlich die Ergebnisse unseres begonnen Prozesses zur Erstellung eines nachhaltigen Gemeindeentwicklungskonzeptes einfließen und gewissermaßen die Leitlinien für die künftigen Investitionen und Projekte sein.
Nachhaltigkeit, nachhaltiges Handeln und Bildung für nachhaltige Entwicklung nimmt in Dornstadt immer mehr Raum ein und spielt hoffentlich bald eine große zentrale Rolle. Für mich persönlich ist es ein großes Anliegen sich dieser Thematik auch in Zukunft intensiv auf kommunaler Ebene zu beschäftigen.

„Mit den jetzigen Investitionen und politischen Strategien können wir die erste Generation sein, die die Armut beendet und die letzte die die schlimmste Auswirkungen des Klimawandels verhindert.“
Ban Ki-moon

Wenn man den früheren Generalsekretär der UN Herrn Ban Ki-moon zitiert, könnte man natürlich zum Schluss kommen, dass dieses große Problem doch auch die „große“ Politik regeln muss - wie jetzt z.B. wieder beim Klimagipfel in Kattowitz. Internationale Absprachen und Regelungen werden unabdingbar sein um diesem Problem zu begegnen.
Schaut man sich das Weltgeschehen jedoch an, mag man den Glauben an schnelle internationale, globale Lösungen schnell verlieren, insbesondere dann wenn z.B. ein neuer brasilianischer Präsident für den Regenwald wenig übrig hat und eher auf dessen Rodung und den kurzfristigen Profit setzt.
Aber genau an diesem Punkt ist es wichtig, dass wir uns auf kommunaler Ebene Gedanken machen was wir im Kleinen tun können.
Wir müssen beginnen unseren Lebensstil und unser Konsumverhalten zu überdenken. Wir sollten das stetig geforderte und gewünschte Wirtschaftswachstum kritisch hinterfragen, da es m.E. inzwischen eben fraglich ist, ob dieses wirtschaftliche Wachstum in Gänze noch dem Gemeinwohl nützt.
Und wir müssen uns einbringen und die Dinge bewusst mitgestalten bzw. von den politischen Vertretern eine entsprechende Politik einfordern. Dazu braucht es jeden einzelnen und daran müssen wir gemeinsam arbeiten.
Eine gute Gelegenheit bietet sich dazu bei unserem Beteiligungsprozess mit der Überschrift: „Wie sieht Dein Dornstadt der Zukunft aus?“ der in den nächsten Wochen stattfindet. Des Weiteren wäre es schön, wenn viele von Ihnen die Möglichkeit nutzen würden und sich für die im Mai stattfindenden Kommunalwahlen als Kandidatin/Kandidat für die Ortschafts-, Gemeinderats- oder Kreistagswahlen zur Verfügung stellen würden – mindestens jedoch zur Wahl gehen!
Wie eben erwähnt, sind wir in Dornstadt in 2018 mit der Erstellung eines nachhaltigen Gemeindeentwicklungskonzepts gestartet. Wir sind mitten im Prozess, die Auftaktveranstaltung mit Sven Plöger war ein Erfolg, aber nicht nur ihn betreffend, sondern insbesondere aufgrund der regen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Zwischenzeitlich haben wir sog. Nachbarschaftsgespräche durchgeführt und in Kürze folgen nun die Zukunftswerkstätten auf die ich später noch mal kurz zu sprechen komme.
Der Abschluss des Konzepts ist für Mai 2019 geplant, so dass dieses erste Konzept die Leitlinie für die künftigen Aktivitäten der Gemeinde Dornstadt sein soll und kann.

Im Rahmen der Nachhaltigkeit gab es auch noch weitere kleinere und größere Aktivitäten die ich Ihnen kurz vorstellen möchte:
A.) Wettbewerb der Realschule zu den Menschenrechten
Die Bühl-Realschule hat am Wettbewerb zum 1. Ulmer Menschenrechtspreis teilgenommen. Neben der Realschule haben sechs weitere Schulen ab der siebten Jahrgangsstufe aus der Region teilgenommen.
Am Ende hat die Bühl-Realschule Dornstadt mit ihren Kurzfilmen zum Thema „Asyl als Menschenrecht?“ und den durchgeführten Interviews mit Geflüchteten und Flüchtlingshelfern den 2. Platz errungen und 2000 Euro gewonnen.
B.) Posterwettbewerb
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „17 Ziele (Entwicklungsziele der VN – sog. SDGs) an 17 Orten“ gab es in der Region Ulm einen Posterwettbewerb zum 1. Ziel der SDGs „keine Armut“.
Der Wettbewerb hatte den Titel „Augen auf – Armut im Blick“
Daran haben vier Gruppen aus Dornstadt teilgenommen und sich inhaltlich und kreativ mit diesem Thema beschäftigt.
C.) Konzept zur Biotopvernetzung
Derzeit wird vom Büro Zeeb&Partner ein Konzept zur Vernetzung der Biotope erarbeitet und bis Mitte des Jahres im Gemeinderat vorgestellt. Dieses Konzept soll den bestehenden Maßnahmenplan des Ökokontos sowie den Landschaftsplan ergänzen und zur Erhaltung und Entwicklung der gebietstypischen Artvielfalt beitragen. Ziel ist die Schaffung weiterer Biotope und deren Vernetzung.
D.) EEA – European Energy Award
Der European Energy Award ist ein europäisches Zertifizierungs- und Managementsystem, das eine nachhaltige Energie - und Klimaschutzpolitik ermöglichen und fördern soll um schließlich die Energieeffizienz zu steigern.
Die Gemeinde Dornstadt ist die einzige Kommune im Alb-Donau-Kreis die an dem EEA teilnimmt.
E.) Auszeichnung für vorbildliche Arbeit im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
Die Initiative Kikuna wie auch die Gemeinde Dornstadt wurden am 28.11.2018 in Bonn vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission für die vorbildliche Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung – BNE ausgezeichnet. Eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit, aber auch Ansporn für weitere Aktivitäten.
 
Nach dem grundsätzlich Wichtigen wie die Nachhaltigkeit kommen wir nun zu zwei klassischen Bauvorhaben:
 
1. Große Bauvorhaben
A.) Feuerwehrhaus Dornstadt
Unsere freiwillige Feuerwehr leistet jedes Jahr mit Ihren vielen Frauen und Männern eine hervorragende Arbeit. Eine Arbeit, die beispielhaft ist für das tolle ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde Dornstadt. Diese Frauen und Männer brauchen für Ihre Arbeit nicht nur unseren Respekt und Anerkennung, sondern auch gute Rahmenbedingungen, um diese Arbeit gut erledigen zu können. Gerade das Feuerwehrhaus Dornstadt ist eine große Investition zur Verbesserung dieser Rahmenbedingungen.
Wir sind hier auf einem guten Weg. Die Planungen für das Haus selbst und die erforderliche Erschließung über einen neuen Kreisverkehr in der Beimerstetter Straße sind weit fortgeschritten. Nach der Aufhebung und erneuter Ausschreibung für den Rohbau haben wir ein ordentliches Ergebnis erzielt und können nun mit dem Bau beginnen. Das Feuerwehrhaus könnte Ende 2020 fertiggestellt sein.
Vielen Dank an alle bei der Feuerwehr tätigen für die Arbeit im abgelaufenen Jahr.
B.) Mehrzweckhalle Scharenstetten
Das zweite große Bauvorhaben ist die Mehrzweckhalle in Scharenstetten. Die Scharenstetter warten seit Jahrzehnten auf diese Halle. Jetzt stehen wir kurz vor dem Baubeginn. Aufwändige Abstimmungen bezüglich der neuen Erschließung zur Landesstraße und beim Bebauungsplanverfahren haben viel Zeit in Anspruch genommen.
Ursprünglich wollen wir mit dem Bau schon begonnen haben, was uns aus besagten Gründen nicht gelungen ist. Der Bebauungsplan wurde noch im Dezember als Satzung beschlossen. Das Baugenehmigungsverfahren ist in Vorbereitung bzw. läuft bereits. Hier wird der Baubeginn vermutlich im Sommer 2019 sein, so dass auch die Mehrzweckhalle Ende 2020 fertiggestellt sein wird.

2. Evangelische Heimstiftung
Die Evangelische Heimstiftung ist schon immer ein wichtiger Partner der Gemeinde. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten hervorragende und wertvolle Arbeit für unsere pflegebedürftigen Mitmenschen. Die Arbeit für unsere kranken und hilfsbedürftigen Mitmenschen wird häufig zu wenig anerkannt und gewürdigt. Deshalb spreche ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EHS, aber auch der anderen Organisationen unseren herzlichen Dank für Ihre wichtige Arbeit aus.
Mit der EHS verbinden uns derzeit darüber hinaus zwei große und wichtige Projekte:
A.) Neues Pflegeheim, das Kurt-Ströbel-Haus
Am 08.11.2018 hat das Richtfest stattgefunden. Nun nachdem der Rohbau steht kann man sich schon gut vorstellen wie das Pflegeheim später einmal aussehen kann. Auch die Dimensionen des Bauvorhabens sind passend und an die Gebäude in der Nachbarschaft angepasst. Zudem finde ich den Standort nach wie vor sehr gut und schon jetzt kann man spüren, wie das Pflegeheim mit seinen künftigen Bewohnern und Mitarbeitern ein richtiger Teil von Dornstadt wird - so wie es sein muss. Das Kurt-Ströbel-Haus wird vermutlich im Sommer seinen Betrieb aufnehmen.
B.) Dornstädter Höfe
Die Dornstädter Höfe sind das zweite große Projekt, das wir gemeinsam mit der EHS angehen werden bzw. bereits begonnen haben. Nach dem städtebaulichen Wettbewerb wurde der Gewinner vor einem Jahr im Gemeinderat bestätigt.
In den vergangenen Monaten haben Sie wenig über das Projekt gehört, da wir zunächst intern klären mussten, wie wir ein solches Projekt angehen und über mehrere Jahre personell bewältigen können.
Dies ist für eine relativ kleine Verwaltung, wie wir es sind, nicht ganz einfach. Bei diesem Projekt gehen wir von einer Dauer von 7 bis 10 Jahren aus. Stand heute können nach Fertigstellung in diesem Quartier ca. 1.000 Menschen leben und arbeiten. D.h., der Ortsteil Dornstadt wächst um mindestens 20% innerhalb kürzester Zeit. Die damit zusammenhängenden Fragestellungen können nicht mal so nebenher bewältigt werden, sondern bedürfen entsprechender Personalkapazitäten. Neben zusätzlichem eigenen Personal werden wir uns auch einem externen Dienstleister einem sog. Projektentwickler bedienen. Der Gemeinderat hat sich hier für die Kommunalentwicklung Baden-Württemberg (KE) entschieden.
Mit diesem Partner werden wir nun den städtebaulichen Entwurf hinsichtlich Machbarkeit untersuchen, die Frage der Wirtschaftlichkeit aufarbeiten und beides mit der EHS abstimmen. Sollten beide Seiten von der Machbarkeit überzeugt sein, werden wir konkret in die Umsetzungsphase einsteigen.

3. Wohnen
Viele Wohnbauprojekte sind in der Bearbeitung. Neben den eben genannten Dornstädter Höfen, die noch mehr Zeit in Anspruch nehmen, haben wir auch noch andere Vorhaben zur Schaffung von Wohnraum in Bearbeitung. Dies ist wichtig, da die Nachfrage nach Wohnraum aller Art in Dornstadt sehr hoch ist.
Inwieweit es uns als Kommune gelingt den sog. preisgedämpften Wohnraum umzusetzen bleibt dabei sehr fraglich. Hohe Baukosten machen es derzeit fast unmöglich günstigen Wohnraum zu erstellen. Zudem kann diese Aufgabe eine Kommune nicht alleine bewältigen.
Dazu braucht es zwingend die Unterstützung des Landes und des Bundes. Hier ist bisher meines Erachtens viel zu wenig passiert.
Aber was haben wir in Sachen Wohnraum in Bearbeitung?

A.) Arkadien - Strenger Gruppe
Bei den Arkadien sind wir nun auch einen Schritt weitergekommen. Nach dem viele Fragen im Vorfeld geklärt werden mussten konnte wir am 16.10.2018 im Bürgersaal einen gut besuchten Bürgerinformationsabend durchführen und wenige Tage später das offizielle Bebauungsplanverfahren einleiten.
Die an dem Informationsabend vorgebrachten Punkte werden nun geprüft und gegebenenfalls im Bebauungsplanverfahren berücksichtigt. Es werden etwas mehr als 200 Wohneinheiten entstehen. Dabei gibt es Doppelhäuser, Reihenhäuser und Wohnungen.
Nach wie vor begrüßen wir die Initiative der Strenger Gruppe aus dem ehemaligen und zwischenzeitlich minder genutzten Gewerbegebiets einer Wohnbebauung zuzuführen. Wenn alles optimal läuft könnte mit den Bauarbeiten im kommenden Jahr begonnen werden.
B.) Hahnenweide IV
Die Bauplätze für das Baugebiet Hahnenweide IV werden nun in den nächsten Wochen veräußert. Vielleicht gelingt es uns ja noch einen zweiten Abschnitt in der Hahnenweide zu bekommen, gute Gespräche gibt es dazu derzeit, um so weitere Bauplätze anbieten zu können. Dazu werden wir am Ende des 1. Quartals mehr sagen können.
Ein Bauplatz mit ca. 3.000 qm ist noch im Eigentum der Gemeinde. Die Vergabe wird im Rahmen eines Investorenauswahlverfahrens mit verschiedenen Vorgaben stattfinden. Ein wichtiger Bestandteil werden preisgedämpfte Wohnungen sein.
C.) Baugebiete in den Ortsteilen Scharenstetten und Temmenhausen
In Scharenstetten entsteht das Baugebiet „Im Anger“.
Die Erschließung könnte bis Ende 2019 abgeschlossen sein und der Verkauf der 15 Bauplätze dann in 2020 erfolgen.
In Temmenhausen sieht es ähnlich aus. Dort entsteht das Baugebiet Schwarzhülenäcker II Temmenhausen. Auch hier könnte die Erschließung bis Ende 2019 abgeschlossen sein und der Verkauf der 27 Bauplätze dann in 2020 erfolgen.

4. Betreuung
Dornstadt wird also wachsen und die bisherigen Kindertagesstätten sind schon jetzt gut ausgelastet, was gut ist. Mehr Einwohner zieht aber weitere Investitionen insbesondere im Bereich der Kitas nach sich. Dazu kommt die steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen U3 und für den ganzen Tag.
A.) Kindertagesstätte in Bollingen
Die Kita in Bollingen feiert in 2020 sein 50-jähriges Bestehen. Eine grundsätzliche Sanierung ist notwendig und unabdingbar. In diesem Zusammenhang wollen wir mittels eines Anbaus weitere Plätze für Kinder U3 schaffen.
B.) Kindergarten Arche Noah
Erste Gespräche mit der ev. Kirchengemeinde und dem Diakonieverband bezüglich des Umfangs einer Sanierung und auch hier eines etwaigen Anbaus für U3-Plätze haben bereits stattgefunden. Das Konzept muss nun in diesem Jahr fertig gestellt und weitere Abstimmungsgespräche geführt werden.
C.) Ausbau der Zusammenarbeit mit den Tagesmüttern
Aus genannten Gründen ist uns auch die Zusammenarbeit mit den Tagesmüttern wichtig. Auch Sie leisten einen guten Beitrag um dieser Aufgaben gerecht werden zu können.

5. Ehrenamtliches Engagement
Sehr geehrte Damen und Herren, eine der wichtigsten Säulen unserer Gemeinde sind jedoch Sie. Und zwar in Form Ihrer Bürgerbeteiligung und Ihres Bürgerengagements. Es engagieren sich in unserer Gemeinde unglaublich viele Menschen für Ihre Mitmenschen oder das Gemeinwohl. Sie leisten Nachbarschaftshilfe, Sie kümmern sich um Bedürftige, sorgen für ein lebendiges Vereinsleben, machen sich für die Umwelt stark, sind politisch im Gemeinderat oder Ortschaftsrat aktiv oder gehen zur Freiwilligen Feuerwehr. Und ich weiß es sehr zu schätzen, dass sich viele Unternehmen in der Gemeinde einbringen und zuverlässig kulturelle und sportliche Events sponsern bzw. sich sozial engagieren.
Hierfür herzlichen Dank an Sie alle.

Für dieses ehrenamtliche Engagement möchte ich heute Abend drei Beispiele nennen:
A.) Bürgerrufauto
Das Bürgerrufaufto ist ein neues zusätzliches Angebot im Bereich der Mobilität. Die Initiative kam von den Freien Wählern. Der Teufel steckte auch hier im Detail bis das Konzept endgültig stand. Start war im März 2018 und die Fahrgastzahlen steigen ständig Ein tolles Angebot - das erste dieser Art im Alb-Donau-Kreis.
B.) Seniorenbüro
2018 feierte das Seniorenbüro sein 1-jährige Bestehen. Die ehrenamtlich Tätigen verstehen sich als Vermittler zwischen Angebots- und Ratssuchenden sowie Anbietern, Organisationen und der Verwaltung. Besuchen Sie das Seniorenbüro oder nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben.
C.) Kulturprogramm - KULTPUR
Seit 5 Jahren wird von einigen Engagierten jährlich ein tolles kulturelles Angebot erarbeitet. Die finanziellen Mittel kommen von der Gemeinde, das Programm, die Vorbereitung der Veranstaltung und die Betreuung dieser findet jedoch ehrenamtlich statt.
Die Veranstaltungsorte sind teilweise ungewöhnlich. Herzlichen Dank an alle die ihre privaten Räume für diese Veranstaltungen zur Verfügung gestellt haben und weiterhin zur Verfügung stellen werden.

6. FGZ
Das Familien- und Generationenzentrum, welches unser Mitarbeiter Herr Renner sehr engagiert betreut, hat sich als zentrale Begegnungsstätte und Ort des bürgerschaftlichen Engagements in Dornstadt etabliert.

Beispiele hierfür sind:
-      Aktivitäten des ehrenamtlichen Seniorenbüros
-      das Volksliedersingen
-      der offene Mittagstisch der ökumenischen Nachbarschaftshilfe
-      Veranstaltungen der Familien-Bildungsstätte Ulm mit der eine sehr enge Kooperation besteht
-      Aktivitäten der Hausgemeinschaft des FGZ
-      Serenaden von Harmonia und Liedertafel auf der Piazza
Das FGZ öffnet sich aber auch für neue Zielgruppen.
Aktuelles Beispiel ist hier das Engagement der Tierschutzorganisation Animal Rights Watch e. V. Vielleicht ganz interessant hier in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.
Das FGZ fördert zudem das Bewusstsein für gesellschaftsrelevante Themen.
Es gibt beispielsweise eine langfristig ausgelegte Kooperation mit dem Evangelischen Diakonieverband Ulm Alb-Donau.
Seit Herbst 2017 fanden fünf Demenz-Themenabende statt. Auch hier sind wir auf einem guten Weg und immer offen für Anregungen und Themen, die Herr Renner gerne aufnimmt.

7. Städtepartnerschaft
Seit 30 Jahren besteht zwischenzeitlich die Städtepartnerschaft zwischen der Gemeinde Coutras in Frankreich und der Gemeinde Dornstadt.
Anlässlich dieses Jubiläums der Städtepartnerschaft erreichten uns Einladungen von meinem Kollegen Herrn Bürgermeister Jérôme Cosnard und von Herrn Patrick Mercier, dem Vorsitzenden des Comité de Jumelage, im nächsten Jahr im Rahmen einer Bürgerbegegnung in Coutras diese langjährige Freundschaft zu feiern. Gerade in der heutigen Zeit in der nationalistische Bewegungen auch in Europa wieder stärker werden, hat eine Städtepartnerschaft eine große Bedeutung.
Ein wichtiger Faktor für lebendige Beziehungen in einer Städtepartnerschaft ist ganz wesentlich die Einbeziehung der örtlichen Vereine, wie das bei den verschiedensten Anlässen in der Vergangenheit auch schon der Fall war. Der Partnerschaftsausschuss und wir von der Verwaltung würden uns sehr über eine rege Beteiligung der Bürger, Vereine und politischen Vertreter an der Fahrt, die vom 31. Mai bis zum 4. Juni 2019 stattfinden wird, freuen.
Seit Beginn an ist der Motor der Städtepartnerschaft auf Seiten der Gemeinde Dornstadt Herr Wolfgang Ziegler, der viel Zeit für diese Partnerschaft in seiner Freizeit investiert.
Lieber Wolfgang Ziegler, herzlichen Dank dafür.

8. Umzug Bauamt
Der ehemalige Kindergarten Schmidstraße wird in dieser Form nicht mehr benötigt. Ich habe vorhin von verschiedenen Kitas gesprochen, die saniert bzw. angebaut werden müssen. Man könnte sich ja nun die Frage stellen, ob hier nicht der ehemalige Kindergarten Schmidstraße herangezogen hätte werden können. Aber die Schmidstraße hätte immer nur eine kurzfristige kleinere Ausweichmöglichkeit sein können. Das was wir aber mittelfristig brauchen sind gänzlich andere Größenordnungen an Plätzen. Dabei macht es Sinn diese weiteren Plätze in bereits bestehenden Kitas zu integrieren.
Der Auszug des Bauamts in die Räumlichkeiten des ehemaligen Kindergartens bot sich daher an. Viele von Ihnen kennen unser Rathaus und am häufigsten wird man wohl im Bürgerbüro sein. Das sind in der Tat gute Räume, sind sie ja auch in dieser Form erst 10 Jahre alt. Man darf sich vom Bürgerbüro jedoch nicht über den Allgemeinzustand täuschen lassen.
Insgesamt sind die Räumlichkeiten im Rathaus schlecht. Es ist alles sehr beengt, nicht barrierefrei, es herrschen unbefriedigende klimatischen Verhältnisse, wenig Räume für Besprechungen, keine freien Arbeitsplätze, notwendige Personalräume sind nicht oder nicht ausreichend vorhanden, kein Platz für Registratur, erhebliche Probleme beim Brandschutz, etc….
Insbesondere die Probleme beim Brandschutz haben uns bewogen einen kurzfristigen ersten Schritt zu machen und das Bauamt aus dem 2. Stock auszulagern.
Das Rathaus müsste grundlegend energetisch und funktional saniert und erweitert werden.
Wenn wir zurückblicken auf die vorhin genannten großen Wohnbauprojekte - könnte Dornstadt um 1.500 Einwohner in den nächsten 10 Jahren wachsen. Damit wird auch zwangsläufig die Mitarbeiterzahl steigen, für die wir dann gute Arbeitsplätze, die dem heutigen Standard entsprechen, anbieten müssen. Das alles wird an dem jetzigen Standort nicht möglich sein.
Der Gemeinderat hat schon einen grundsätzlichen Beschluss zum Standort eines Neubaus an der Lange Straße, dem jetzigen provisorischen Parkplatz vor dem Familien- und Generationenzentrum, gefasst.
Wie schnell dies umgesetzt werden kann, wird man dann ebenfalls in besagter Klausur klären müssen. Fest steht jedoch, dass ein neues Rathaus spätestens mit der Entwicklung der Dornstädter Höfe fertig sein muss.

9. Nachhaltigkeit
Zu Beginn habe ich Ihnen bereits mit einem kurzen Ausschnitt einen Überblick über unsere Aktivitäten in Sachen Nachhaltigkeit gegeben. Auf was ich aber noch zu sprechen kommen möchte sind unsere beiden sehr wichtigen Zukunftskonferenzen zu unserem nachhaltigen Gemeindeentwicklungskonzept mit dem Titel:
Wie sieht Dein Dornstadt der Zukunft aus?
Bei diesem Beteiligungsformat ist es vor allem wichtig, dass sich viele beteiligen und einbringen. Wenn wir Leitlinien und Maßnahmen erarbeiten wollen, die Ihnen als Bürgerinnen und Bürger wichtig sind, dann sollten Sie sich ca. 8 Stunden Zeit nehmen. Per Zufallsgenerator werden wir Einwohnerinnen und Einwohner direkt anschreiben, aber die Einladung und der Aufruf geht an alle Dornstadter gleichermaßen.
Es gibt jeweils zwei unterschiedliche Terminpaare. Am ersten Termin wird immer eine Standortbestimmung zu den Themen vorgenommen und Visionen entwickelt. Am zweiten Termin werden dann konkrete Maßnahmen (möglichst kurzfristig, mittelfristig und langfristig umsetzbare) erarbeitet.
Die erste Runde beschäftigt sich mit den Themen:
Zusammenleben in Dornstadt und Entwicklung auf dem Quadratmeter.
Wenn Sie sich für diese Themen interessieren, dann müssen Sie sich jeweils am Freitag den 25.01.2019 und Freitag den 15.02.2019 von 17 bis 21 Uhr Zeit nehmen.
Die zweite Runde beschäftigt sich mit den Themen:
Gutes Klima für die Umwelt und Nachhaltiger Konsum/Ver- und Entsorgung.
Wenn Sie sich hierfür interessieren, dann sollten Sie sich am Samstag, 26.01.2019 und Samstag, 16.02.2019 jeweils von 14 bis 18 Uhr Zeit nehmen.
Sollten Sie viele Zeit einbringen können und wollen, dann dürfen Sie jederzeit an allen Terminen vorbeischauen.
Wer sich beteiligt kann auch etwas gewinnen. Gehen Sie einfach auf die entsprechende Internetseite bzw. sprechen Sie mich oder Frau Berger anschließen einfach an.
Wichtig ist, dass Sie teilnehmen!!!!

Wir müssen in den Zeiten der Veränderungen, Krisen und Umbrüchen auch die Chancen sehen und die Dinge positiv angehen. Vor allem müssen wir Sie aktiv angehen.
Und so hoffe ich viele von Ihnen bei den Zukunftswerkstätten wieder begrüßen zu dürfen und beende meinen Neujahrsrede gerne mit einem Zitat von Albert Einstein:
„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht.“

In diesem Sinne, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, hoffe ich, dass Sie auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken können. Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute. Möge es so verlaufen, wie Sie sich das erhoffen.

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