Gemeinde Dornstadt

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Neujahrsempfang der Gemeinde Dornstadt am 11.01.2018

Rede Bürgermeister Braig
 
Sehr geehrte Damen und Herren

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Ich begrüße Sie herzlich auf unserem Neujahrsempfang. Ich hoffe, Sie haben die Feiertage genießen können und sind gut ins neue Jahr gekommen. Und ich wünsche Ihnen, dass die Erwartungen, die Sie mit 2018 verbinden, in Erfüllung gehen.

Der Beginn eines neuen Jahres ist ja immer auch mit Hoffnungen verbunden; kaum jemand kann sich wohl dem Gefühl entziehen, mit einem neuen Jahr fange etwas Neues an. Auch wenn wir natürlich wissen, dass wir mit „Prosit Neujahr“ nicht auf Neustart schalten. Wir bekommen nur eine neue Jahreszahl und selbst der neue Kalender ist schon lange vor dem Neujahrsfeuerwerk kein weißes Blatt mehr.

Doch ich finde, meine Damen und Herren, wir sollten uns dieses Gefühl eines Neuanfangs bewahren. Das Gefühl etwas Unverbrauchtes vor uns zu haben und die Chance etwas zu gestalten. Denn es verleiht uns Energie und gibt uns den Mut, etwas Neues zu wagen oder Dinge neu zu denken. Und das ist notwendig und eine gute Voraussetzung, um weiterzukommen. Persönlich wie kommunalpolitisch.

Liebe Gäste, ich freue mich, dass Sie alle meiner Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt sind. Es ist bei uns ja schon guter Brauch, gleich zu Beginn eines neuen Jahres zusammenzukommen und einen bewährten Austausch fortzuführen. Und ich bin überzeugt, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam viel für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde tun können.

Meine Damen und Herren, bei einem Rück- und Vorausblick zum Jahreswechsel richtet man gerne den Blick auch auf die Geschehnisse in der Welt. 2017 war erneut ein Jahr, das viel Anlass für Besorgnis und Verunsicherung bot. Und wir alle fragen uns wohl, wohin die Entwicklung geht. Diese Betrachtung und die Schlussfolgerungen daraus wären aber genug Stoff, um mehrere Abende zu füllen. Ich erlaube mir deshalb in diesem Jahr mich auf die Gemeinde Dornstadt zu beschränken und dabei kurz zu Beginn nur die am 24.09.2017 stattgefundene Bundestagswahl zu streifen.

Erstmals erzielte mit der AfD eine weit rechts stehende, in Teilen rassistische Partei das drittstärkste Ergebnis. Auch in Dornstadt war dies mit 12% der Fall. Das hat unser Land verändert – und wir sind noch dabei, Konsequenzen daraus zu ziehen. Das betrifft natürlich vor allem die Parteien, aber die Debatte geht im Grunde die ganze Gesellschaft etwas an. Das Wahlergebnis hat die Regierungsbildung nicht leichter gemacht. Die Suche nach einer Regierung hält bis heute an. Ein für Deutschland bis dato einmaliger Vorgang.

Und, was uns als Gemeinde natürlich besonders interessiert: Welchen Stellenwert nehmen die Kommunen ein? Wird die neue Regierung, den jüngst endlich eingeschlagenen Kurs weiter verfolgen, die Kommunen stärker finanziell zu entlasten? Denn davon hängt nicht nur ab, was wir hier vor Ort für die Menschen tun können, sondern auch unser Selbstverwaltungsrecht und unsere Handlungsfreiheit. Sie basieren auf einer angemessenen finanziellen Ausstattung. Bei diesem Punkt sollte sich auch das Land Baden-Württemberg angesprochen fühlen, das uns Kommunen immer mehr Aufgaben überträgt und die notwendigen finanziellen Ressourcen nicht zur Verfügung stellt. Aber die Kommunen sind genau der Ort, der für viele Bereiche unseres Alltags für das Gelingen verantwortlich sind und dafür braucht es dann nicht nur die Zuständigkeit, sondern auch die finanzielle Mittel dafür.

So komme ich nun zu unserer Gemeinde, zur Gemeinde Dornstadt. Ich freue mich, gleich zu Beginn des neuen Jahres sagen zu können:

Unsere Gemeinde steht gut da. Unsere Finanzen sind gesund, unser Schuldenstand ist weiter gesunken. Dennoch müssen wir die kommenden Jahre sorgfältig planen, da die Aufgaben nicht weniger und leichter werden. Nach Abschluss der anstehenden großen Bauprojekte, werden wir uns im investiven Bereich ein paar Jahre deutlich zurückhalten müssen.

Aufgrund der guten Lage konnten wir im letzten Jahr wichtige Projekte verwirklichen und in Gang bringen. Exemplarisch möchte ich hier nun auf ein paar Projekte verweisen.

Hallenbad Dornstadt
Ein Höhepunkt in 2017 war ohne Zweifel die Fertigstellung und Wiedereröffnung unseres Hallenbades. Mit 7 Mio € ist es seit langer Zeit das finanziell größte Projekt in Dornstadt. Nach 18 Monaten Bauzeit und unter Einhaltung des Budgets – was bei einer solchen Sanierung nicht selbstverständlich ist - konnte das Bad am Samstag, 11.11.2017, wieder eröffnet werden und erfreut sich einer sehr guten Nachfrage. Das Hallenbad in der Ortsmitte wird wieder eine wichtige Stellung unter unseren Freizeiteinrichtungen und darüber hinaus bei den Schulen und Vereinen einnehmen. Schön, dass wir das geschafft haben!

Ein zunehmend wichtiger Faktor für eine Gemeinde und für viele Menschen inzwischen ein Problem, ist das fehlende Wohnraumangebot geworden. Wir brauchen Wohnraum aller Art und insbesondere auch Wohnraum, der mit geringen und mittleren Einkommen noch bezahlbar ist. Einen ersten Bedarf könnte das Projekt der Strenger Gruppe – die Arkadien für Dornstadt decken.

Im März 2017 konnten Sie alle den Artikel in der SÜDWEST PRESSE lesen – „60 Millionen-Projekt in Dornstadt“. Am nördlichen Rand von Dornstadt im bisherigen Gewerbegebiet Dornstadt-Nord, also rund um Alte Landstraße/Hauffstraße/Daimlerstraße soll eine modellhafte Wohnsiedlung, die Arkadien Dornstadt entstehen. Grundsätzlich wird dieses Vorhaben vom Gemeinderat unterstützt. Zudem hat Dornstadt inzwischen andere Gewerbeflächen ausgewiesen, so dass die Reaktivierung dieses Quartiers als Gewerbegebiet sicherlich nicht gewünscht ist und sinnvoll wäre. Zwar war es im Gewerbegebiet Dornstadt-Nord in den letzten Jahren sehr ruhig, aber entsprechende gewerbliche Nutzungen könnten jederzeit wieder aufgenommen werden. So war es immer unser Interesse, mit den Eigentümern hinsichtlich einer Weiterentwicklung dieses Gebietes ins Gespräch zu kommen. Dies ist nun mit der Strenger Gruppe gelungen.

Auf der Basis des städtebaulichen Entwurfs der Raff Architekten werden nun weitere Detailfragen geklärt, um dann in ein Bebauungsplanverfahren einzusteigen. Dabei können ca. 160 Wohneinheiten entstehen.

Betreuungs- und Pflegezentrum Dornstadt der Evangelischen Heimstiftung (BPZ)
Wir bleiben beim Thema Wohnen und kommen zu einem historisch einmaligen Projekt für Dornstadt, die Weiterentwicklung des BPZs. Ihnen ist ja bekannt, dass wir gemeinsam mit der EHS beschlossen haben das BPZ weiterzuentwickeln. Nach dem Sie sich, sehr geehrte Damen und Herren, im März hierzu bereits frühzeitig einbringen konnten und diese Möglichkeit auch rege genutzt haben, wurde vom Gemeinderat ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt. Ziel war es Vorschläge für die bauliche Nutzung des Areals zu bekommen. Darüber hinaus wurde der Bereich bis hin zu B10 als Ideenteil mit ausgelobt um Ideen für eine bessere Anbindung an die Ortslage zu bekommen. Die Ergebnisse wurden am 13.12.2017 im Rahmen eines Preisgerichtes beurteilt. Der Gewinner dieses Wettbewerbs war das Büro STUDIO.URBANE STRATEGIEN / UTA Architekten/ Kienleplan.

Dieser Entwurf, die sogenannten Dornstädter Höfe, ist nun die Grundlage für die weiteren Gespräche und Entscheidungen. Zunächst wollen wir das Gelände von der Evangelischen Heimstiftung erwerben, um danach ein Bebauungsplanverfahren zu eröffnen. Diese Schritte müssen nun noch vom Gemeinderat beauftragt werden.

Ein erster wichtiger Baustein bei der Weiterentwicklung des BPZs ist die Verlegung des Pflegeheims in die Ortslage von Dornstadt. Die Planungen hierzu sind abgeschlossen und der Grundstein für den Neubau neben dem Bürgersaal wurde am 10.11.2017 gelegt. Wir sind froh über unseren Partner EHS, die hier 10 Mio Euro für diese neue Pflegeeinrichtung mit betreuten Wohnungen investiert.

Feuerwehrhaus Dornstadt
Unsere freiwilligen Feuerwehrfrauen und -männer leisten tagtäglich viel. Wir können gut schlafen, weil wir wissen im Ernstfall sind sie zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird. Dieser Dienst wird neben einem hauptamtlichen Gerätewart freiwillig und ehrenamtlich geleistet und verdient deshalb immer wieder höchsten Respekt und Anerkennung. Die größte Abteilung, die Abteilung Dornstadt teilt sich seit vielen Jahren das Gelände und die Räumlichkeiten mit unserem Bauhof. Beide benötigen grundsätzlich mehr Platz und für die Feuerwehr gibt es darüber hinaus auch noch Vorschriften die derzeit teilweise nicht eingehalten werden können. Zudem sind für einen guten Einsatz weitere Räume unerlässlich, die derzeit nicht vorhanden sind. Der Standort ist festgelegt und der Gemeinderat hat in der letzten Sitzung in 2017 die Entwurfsplanung frei gegeben. Wir werden ein Feuerwehrhaus für 6 Fahrzeuge, eine Waschhalle und alle erforderlichen Räume bauen. Finanziell ist das keine Kleinigkeit. Wir gehen derzeit von Kosten in Höhe von 4,9 Mio € aus. Dabei sind die Kosten für die Ausstattung noch nicht enthalten.

Ebenfalls nicht darin enthalten ist der 500.000 € teure Umbau der Kreuzung Beimerstetter Straße/Hubertusweg zum Kreisverkehr. Wobei dieser Kreisverkehr nicht ausschließlich der Erschließung für das Feuerwehrhaus dient sondern weitere Funktionen erfüllt. Gerade auch wenn man an die Anbindung des eben erwähnten BPZs denkt.

Der Bebauungsplan und das Baugesuch muss nun noch erarbeitet werden, so dass wir von einem Baubeginn in der 2. Jahreshälfte 2018 ausgehen.

Mit dem Feuerwehrhaus und Fahrzeug in Tomerdingen (in den Jahren 2011 ff), den beiden neuen Fahrzeugen für die Abteilungen Temmenhausen und Scharenstetten - die vrsl. Im Mai ausgeliefert werden und dem jetzigen Neubau, haben wir dann innerhalb von wenigen Jahren für unsere Feuerwehr neben dem normalen Unterhalt und Ausstattung über 7 Mio € investiert. Das ist gut investiertes Geld, aber ich gehe davon aus, dass wir damit auch die wichtigsten Dinge für eine gewisse Zeit abgearbeitet haben.

Mehrzweckhalle Scharenstetten
Bei einem weiteren großen Projekt laufen die Planungen ebenfalls auf Hochtouren. Scharenstetten wünscht sich seit Jahrzehnten mal mehr mal weniger dringlich eine Mehrzweckhalle. Die Kommunalpolitik hat dieses Projekt schon vor ein paar Jahren fest in den Finanzplan eingestellt und nun kurz vor Ende des Jahres 2017 die wichtigsten Weichen gestellt und die Entwurfsplanung genehmigt. Ich gehe davon aus, dass die ersten sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten Ende 2019/Anfang 2020 darin stattfinden können. Die Mehrzweckhalle wird ca. 3,9 Mio € kosten. Die Kosten für die Außenanlagen sind darin noch nicht enthalten und das Gelände erhält eine neue Zufahrt. Die Anbindung von der Landesstraße her, Schließung des Schlehenwegs und die Schließung der bisherigen Zufahrt über den Heideweg für den PKW-Verkehr ist mit 700.000 € teuer, aber die beste Lösung für die Anwohner. Mit diesem großen Infrastrukturprojekt und der Beteiligung am Bahnhalt Merklingen investieren wir viel für den Erhalt bzw. für die Steigerung der Attraktivität unserer beiden kleinsten Ortsteile Scharenstetten und Temmenhausen.

Wander- und Radwegekonzeption
Aber es gibt in Dornstadt nicht nur kostspielige Bauprojekte, ganz im Gegenteil. Zwei Arbeitskreise aus Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen haben sich im vergangenen Jahr Gedanken zur Anlegung und zur Führung von Wander- und Radwegen in Dornstadt und teilweise darüber hinaus gemacht. Nachdem die Wanderwege in Karten dargestellt und ausgeschildert sind, muss dies bei den Radwegen noch geschehen. Des Weiteren muss in diesem Jahr noch in die Radweginfrastruktur investiert werden, aber das Konzept insgesamt steht. Vielen Dank an alle für die konstruktive und vor allem ehrenamtliche Mitarbeit in diesen Arbeitskreisen

L1239 / Radweg
In diesem Zusammenhang ist auch die Sanierung der L 1239 zwischen Bollingen und Dornstadt zu erwähnen sowie insbesondere den Neubau des lang ersehnten Radwegs. Endlich ist dieser Radweg gebaut! Die Einweihungsfahrt müssen wir dann vielleicht im Frühjahr machen. Obwohl die Straßensanierung sowie der Bau des Radweges Aufgabe des Landes Baden-Württemberg ist, haben wir dies als Kommune übernommen und vorfinanziert. Das sollte nicht zur Regel werden! Leider fehlen uns einige andere Radwege an den Landesstraßen. Das Land ist für den Ausbau zuständig. Daher meine Aufforderung an das Land mehr Mittel für den Ausbau der Radwege zur Verfügung zu stellen. Ein Radweg alle zwei Jahre im gesamten Alb-Donau-Kreis ist schlicht zu wenig! Bei der Sanierung der L1239 wurde auch eine Linksabbiegespur zur Erschließung des Gewerbegebiets in Bollingen eingebaut. Das Gewerbegebiet ist nun erschlossen und alle Grundstücke sind verkauft. Dabei wurde ein kleineres Grundstück für das Jugendhaus Bollingen zurückbehalten. Aktuell wird an der Erstellung des Jugendhauses mittels Raummodulen gearbeitet.

Baugebiete
Neben den vorhin genannten großen Wohnraumprojekten versuchen wir vorerst auch noch das klassische Baugebiet für Einfamilienhäuser und Doppelhäuser zu erschließen. Das bleibt aber nach wie vor schwer, da der Grunderwerb hierfür aus verschiedenen Gründen sehr schwierig ist. Wir sind froh über die Baugebiete in Dornstadt: dem Böttinger Weg und die Hahnenweide IV, sowie über die kommenden Gebiete in Scharenstetten: Im Anger und in Temmenhausen: Schwarzhülenäcker II.

Bahnhalt Merklingen
Der Bahnhalt Merklingen ist mit Sicherheit eine sich lohnende Infrastruktur in unserem ländlich geprägten Raum auf der Schwäbischen Alb. Die positiven Aspekte werden vielleicht erst in Jahrzehnten spürbar werden, aber trotzdem ist es wichtig so eine Maßnahme zu unterstützen. Ein herzliches Dankeschön an die Gründergemeinden des Zweckverbandes „Region Schwäbische Alb“, die den Mut und die Kraft hierfür aufgebracht haben. Zudem ein Dankeschön an diese Gemeinden den Zweckverband auch noch für weitere Kommunen zu öffnen. Der Gemeinderat Dornstadt hat sich in seiner Sitzung vom 20. Juli 2017 für eine Beteiligung am Zweckverband „Region Schwäbische Alb“ entschlossen. Die Beteiligung mit 6% entspricht ca. Kosten von 700.000 €. Das ist der Anteil zur Finanzierung des Bahnhalts. Der Zweckverband hat jedoch noch ein weiteres Ziel, die Ausweisung eines interkommunalen Gewerbegebiets. Mit der Beteiligung von 6% ist die Gemeinde Dornstadt dann auch an den Kosten sowie an den Einnahmen des möglichen Gewerbegebiets beteiligt. Aus meiner Sicht ist das eine wichtige Maßnahme gerade für unsere beiden kleinsten Ortsteile Scharenstetten und Temmenhausen. Mit dem Bahnhalt in Merklingen werden diese beiden Ortsteile auch in Zukunft für neue Einwohner interessant und attraktiv bleiben.

Spielplatz Scharenstetten/Spielplatz und Skateranlage Am Bergle
Auch bei unseren Spielplätzen legen wir weiter nach. Wenn alles klappt wird sich Scharenstetten im Sommer über einen neuen Spielplatz freuen können.
Neben einer Sanierung des Spielplatzes Am Bergle in Dornstadt, wollen wir diesen um eine Skateranlage erweitern. Hierzu gibt es noch Bedenken von verschiedenen Anwohnern, mit denen wir uns in den kommenden Wochen treffen werden.

Faire Kita - Bollingen, erste in Baden-Württemberg
„Wir sind die Kinder aus Bollingen. Wir schützen unsere Welt!“

Das ist nicht nur ein Lied, sondern seit Jahren selbstverständlich für die Kindergartenkinder in Bollingen. So begann der Artikel, der zur Auszeichnung der Kita Bollingen am 29.09.2017 in der SÜDWEST PRESSE erschienen ist. Die Kinder lernen spielerisch, wo unsere Nahrung, Kleidung etc. herkommen und welche Schlussfolgerungen sich daraus ergeben, wenn diese Produkte mit Zwangs- oder Kinderarbeit etc. hergestellt werden. Für diese Bildungsarbeit ist der Bollinger Kindergarten jetzt als „Faire Kita“ ausgezeichnet worden und damit die erste im Land Baden-Württemberg!

An einem Neujahrsempfang ist es unmöglich auf alle Bereiche gebührend einzugehen, die wir in Dornstadt bearbeiten. Aus diesem Grund folgt nun noch eine stichwortartige Auflistung verschiedener weiterer Themen, Aufgaben und Projekte. Aber auch diese Aufstellung ist nicht abschließend.

  • Dorfgemeinschaftshaus Tomerdingen
  • Realschule neuer Schulleiter Dr. Böhnisch
  • Einzelhandelskonzept für Dornstadt erstellt
  • Kulturprogramm hat sich mehr als etabliert. In diesem Jahr 5-jähriges Jubiläum. Vielen Dank an die ehrenamtlichen Kulturschaffer!
  • Breitbandausbau schreitet auch in Dornstadt voran. Bericht wird in den kommenden Sitzungen erfolgen
  • 2017 hatten wir wieder Besuch aus unserer Partnerstadt Coutras. Dieser regelmäßige Austausch ist auch in der heutigen Zeit wichtig
  • Wir haben mit dem Starkregenmanagement für Tomerdingen begonnen. Erste Maßnahmen werden wir in 2018 einleiten und danach in den anderen Ortsteilen beginnen.
  • In 2018 richten wir 19 WLAN-Hotspots verteilt um alle Ortsteile ein.
  • Das beliebte Kinderferienprogramm feierte in 2017 20-jähriges Jubiläum
  • Neue Initiativen im FGZ:

Seniorenbüro, Mittagstisch der Nachbarschaftshilfe, hervorragende Kooperation mit der Familien-Bildungsstätte Ulm (Elternvorträge, Naturpädagogik, Babysitterkurs, Pubertätsworkshops, etc.), Volksliedersingen, gelebte Nachbarschaft im Mehrgenerationenwohnen, Autorenlesungen für Vorschulkinder, Grund- und Realschüler

  • BürgerRufAuto startet nun in 2018 - Ein herzliches Dankeschön an die Arbeitsgruppe, die alles ausgearbeitet hat, sowie an die Fahrer, die sich nun bereit erklärt haben ehrenamtlich den Bus zu fahren.
  • Sanierung Gartenstraße - Fertigstellung in 2018

 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Dornstadt steht gut da, habe ich eingangs gesagt. Und das liegt auch daran, dass es bei uns viel Gemeinsinn gibt. Wir können uns glücklich schätzen, dass sich in Dornstadt so viele Menschen bürgerschaftlich, ehrenamtlich engagieren. Sie leisten Nachbarschaftshilfe, sie halten unsere Vereine am Laufen, sie wirken in Hilfsorganisationen und Arbeitskreisen mit. Was sie auch tun, sie machen unseren Ort heller und freundlicher, sie stärken den Zusammenhalt.

Und ich möchte allen, die sich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl einsetzen, ganz herzlich für ihr selbstloses Tun und ihren großartigen Einsatz danken. Ebenso danke ich allen Unternehmen und Initiativen, die Verantwortung übernehmen und aktiv werden. Sie alle sind Teil einer lebendigen Zivilgesellschaft, die Dornstadt weiterbringt.

Meine sehr geehrte Damen und Herren, ich komme noch auf ein Thema zu sprechen, dass mir persönlich sehr wichtig ist. Die Herausforderungen für uns als Gesellschaft und damit insbesondere für uns als Gemeinden werden größer und komplexer.

Herausforderungen wie z.B.:

  • Die Digitalisierung
  • Der Demografische Wandel
  • Die Bedürfnisse und Lebensformen der Menschen ändern sich
  • Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?
  • Wie arbeiten und leben wir in Zukunft?
  • Etc.

Und bei all diesen Herausforderungen und Fragen stellt sich eine grundsätzliche und zentrale Frage:

„Was können und müssen wir tun, damit es uns auch in Zukunft so gut geht wie heute?“

Bei der Beantwortung dieser Frage und bei der Lösung der oben genannten Herausforderungen geht es meines Erachtens nicht ohne den Fokus auf das nachhaltige Handeln, auf den Erhalt der weltweiten Ressourcen, und den Stopp des Klimawandels zu richten. Wahrscheinlich müssen wir das sogar zur obersten Prämisse machen.

Unser Wohlstand basiert ja nicht nur auf unserem Fleiß, unserer Innovationskraft und guten wirtschaftlichen Handelns, sondern auch auf eine starke Belastung der Umwelt und der Lebenssituationen in anderen Ländern.

Wir in Deutschland verbrauchen fast das 3-fache an den Ressourcen je Einwohner, die uns weltweit zur Verfügung stehen. Es gibt und es gab keine andere Spezies auf der Welt, die so intelligent war und so zielstrebig an der Vernichtung ihrer Lebensgrundlage gearbeitet hat, wie die Menschheit. Ohne intakte Ökosysteme sind dauerhafter gesellschaftlicher Fortschritt und blühende Volkswirtschaften nicht denkbar. Nur wenn diese drei Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales im Einklang stehen, wird es eine nachhaltige Weiterentwicklung unseres Daseins geben.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich will hier nicht mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen und nun allen erklären wie es richtig geht. Dazu ist auch mein persönliches Verhalten noch zu sehr in nicht optimalen nachhaltigen Strukturen verhaftet. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem wir dringend eine Wende einleiten und unsere Verhaltensweisen gravierend ändern müssen.

Dabei muss die öffentliche Hand, dabei müssen die Kommunen mit gutem Beispiel vorangehen.

Das war für mich der Anlass mit dem Gemeinderat im Oktober im Rahmen einer Klausurtagung dieses Thema zu erörtern. Es freut mich sehr, dass der Gemeinderat meine Auffassung grundsätzlich teilt. Zudem ist dem Gemeinderat und mir persönlich wichtig Sie, liebe Einwohnerinnen und Einwohner möglichst frühzeitig und umfassend bei unseren Planungen mit einzubeziehen.

So haben wir uns im Oktober entschieden, ein Nachhaltiges Gemeindeentwicklungskonzept für die nächsten 15 bis 20 Jahre zu erstellen.

Wir wollen ein integriertes Konzept der Nachhaltigen Entwicklung für und in Dornstadt entwickeln, das die globalen Herausforderungen bewusst mit einbezieht.

Dieses Konzept soll regelmäßig fortgeschrieben und hinsichtlich seiner Ergebnisse überprüft werden und soll vor allem gemeinsam mit Ihnen, den interessierten Einwohnern, erstellt werden.

Dieser ganze Prozess steht dann auch im Zusammenhang zum weltweiten Klimabündnis von Paris aus dem Jahr 2015, der Agenda 2030 des Bundes und der Nachhaltigkeitsstrategie von Baden-Württemberg.

Die Vereinten Nationen haben hierzu 17 Nachhaltige Entwicklungsziele aufgestellt – sog. SDGs (engl. Sustainable development goals). Dabei ist klar, dass wir auf der örtlichen Ebene nicht für alle Ziele etwas tun können, aber für viele Ziele können wir etwas tun und in unserem Alltag berücksichtigen. Und wer soll diese Veränderungen herbeiführen, wenn nicht wir hier vor Ort in unseren Städten und Gemeinden.

Die 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs):


Meine Sehr geehrte Damen und Herren, fühlen Sie sich also schon jetzt herzlich eingeladen und ermutigt an der Erarbeitung dieses Nachhaltigen Gemeindeentwicklungskonzeptes mitzuarbeiten. Ich freue mich darauf.

Ja, meine Damen und Herren, ich glaube wir haben große Aufgaben vor uns, aber auch große Chancen diese Aufgaben gut zu meistern. Mir ist es wichtig, dass Dornstadt ein guter Ort für alle zum Leben, Lernen, Arbeiten und Wohnen ist und bleibt. Und vor allem soll Dornstadt auch für die nächsten Generationen gut aufgestellt sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen meine Damen und Herren ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Ein Jahr, indem wir mit Zuversicht und Mut die Dinge angehen. Ich jedenfalls freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen, liebe Gäste, mit allen, denen das Wohl von Dornstadt am Herzen liegt!
 

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