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Neujahrsempfang der Gemeinde Dornstadt vom 22.01.2020

Neujahrsempfang 22. Januar 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Damen und Herren,
 
„Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens verbringen werde“.
So Woody Allen, der Filmkomiker, mit dessen zukunftsweisender Devise ich Sie ganz herzlich zum Neujahrsempfang begrüßen möchte. Ich freue mich, dass wieder so viele der Einladung zu einer ersten Begegnung im neuen Jahr und zu einem ersten Gedankenaustausch über die nahe Zukunft unserer Gemeinde gefolgt sind.
In guter Tradition werfen wir beim Neujahrsempfang einen Blick zurück auf die letzten Monate sowie einen Blick nach vorn auf die Aufgaben und Herausforderungen des gerade angebrochenen Jahres.
Bei vielen Menschen ist dieser Datumswechsel der Moment um Bilanz zu ziehen. Vielleicht ist das auch bei Ihnen so, die hier heute anwesend sind. Für mich gehört dies inzwischen seit vielen Jahren dazu, da ich mich ohnehin für den Neujahrsempfang zumindest dienstlich mit dieser Bilanzierung beschäftigen darf.
 
Begegnungen, Diskussionen, Projekte 2019 – Was ist gut gelaufen, was hat mich geärgert, wo habe ich Fehler gemacht?
Anstehende Begegnungen, Diskussionen, Projekte 2020 – Wo kann ich mich aktiv einbringen, damit es gut läuft, wie schaffen wir es Fehler zu vermeiden, wie bekommen wir eine gute Kommunikation mit allen Beteiligten und insbesondere mit Ihnen den Bürgerinnen und Bürgern hin.
 
Sehr prägend waren in 2019 und ich gehe davon aus, dass es in 2020 noch anhalten wird, für mich die Diskussion um mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Es ist eines, wenn nicht das drängendste Problem, das wir als Menschheit möglichst schnell lösen müssen. Wir gehen nach wie vor viel zu leichtfertig mit unserem blauen Planeten um. Ein weiteres negatives Beispiel war für mich die letzte UN-Klimakonferenz in Madrid Ende 2019, die nach zwei Wochen ergebnislos geendet hat.
 
Im Urwald des Amazonas, der grünen Lunge der Erde, brannten so viele Feuer wie noch nie. Die Wucht und Häufigkeit der Wirbelstürme nimmt deutlich zu. Ein Teil der Welt leidet unter extremen Regengüssen und Überschwemmungen und andere wie in Australien erleben die größte Feuersbrunst aller Zeiten. Meistens trifft es in diesen Fällen die Ärmsten der Armen und wir tun häufig noch so, als ob uns das nichts anginge.
 
Deshalb bin ich froh über jeden, der sich für mehr Nachhaltigkeit engagiert. Gerade die junge Generation, die sich unter dem Motto „Fridays for Future“ in Deutschland und weltweit ein deutliches Gehör verschafft und viel Druck gemacht hat. Dieses Engagement und das Einfordern von schnelleren und umfassenderen Maßnahmen gegen den Klimawandel ist gut, haben aber für mein Verständnis seltsame Diskussionen und Anmerkungen ausgelöst.
 
-       …es sei nicht in Ordnung, dass die Schüler am Freitag die Schule schwänzen und demonstrierten gehen.
-       …diese Jugendlichen seien doch verlogen, da sie sich mit dem SUV von den Eltern zu den Demonstrationen hinfahren lassen etc.
Aber das ist doch nicht das Thema.
Das Thema ist doch, dass sich die junge Generation zu Recht Sorgen über deren und unsere Zukunft macht. Wenn man dann in unserer Zeit gehört werden will, dann bedarf es eben auch mal solcher außergewöhnlichen Aktionen. Inzwischen hat sich die FFF-Bewegung wider den Erwartungen vieler etabliert und gut organisiert.
In der Vergangenheit hat man immer wieder über das angebliche politische Desinteresse der heutigen Jugend gehört. Jetzt sind welche da, die sich engagieren und von unseren Politikern, von uns Erwachsenen, der älteren Generation etwas einfordern und schon werden sie ein stückweit lästig.
Und wenn in diesem Zusammenhang dann Spitzenpolitiker noch meinen, die Kinder und Jugendlichen sollten lieber in die Schule gehen und das Thema den Profis überlassen, dann findet man dafür keine Worte mehr. Denn genau diese Politiker haben bisher viel zu wenig getan und eben nicht auf die Wissenschaftler und Profis gehört.
 
Dieses Potenzial der jungen Generation sollten wir nutzen und gemeinsam für die notwendigen Veränderungen eintreten.
Mir ist dabei klar, dass wir weder in Dornstadt noch in Deutschland die Welt retten können. Eine Vorbildfunktion sollten wir dennoch einnehmen und zeigen, wie sich ein hochentwickelter Industriestaat wie Deutschland umstellen, mehr für Klimaschutz und Nachhaltigkeit unternehmen und man dort trotzdem noch gut leben kann. Zudem haben wir doch das Potenzial neue klimaschonende Technologien zu entwickeln und diese in die Nichtindustrieländer zu transformieren und Hilfestellung zu leisten, um dort endlich mehr Entwicklung und Klimaschutz zu ermöglichen.
Denn dort sind die großen Hebel, um weltweit etwas zu bewegen und schließlich dauerhaft auch Fluchtursachen zu reduzieren.
 
Das ist unsere Verantwortung!
 
Wo wir weltweit jedoch stehen zeigt wieder einmal deutlich das gerade stattfindende Weltwirtschaftsforum in Davos. Bei einer Umfrage unter den dort anwesenden Vorstandsvorsitzenden (also die Vertreter der mächtigsten Unternehmen), was die 10 größten Risiken der Zukunft sind, kam der Klimawandel auf Platz? Nein, er hat es nicht unter die TOP 10 geschafft!
Dies zeigt, dass wir auch verschiedene Systemänderungen und – reformen vornehmen müssen, wenn wir mittelfristig diese Aufgaben lösen und wir keine weiteren größeren Verwerfungen in unserer Gesellschaft haben wollen.
Ich bin zwischenzeitlich davon überzeugt, dass wir dringend unsere Wirtschaftsordnung und alles Streben nach dem angeblich alles lösenden Mehr an Wachstum reformieren müssen. Inzwischen spürt man doch deutlich, dass dieses Mehr an Wachstum weder weiteren Wohlstand noch Vorteile für das Gemeinwohl bringt.
Mit dieser Meinung bin ich offensichtlich auch nicht alleine. Am vergangenen Samstag gab es einen interessanten Artikel in der SÜDWEST PRESSE, in dem über den Empfang der Industrie- und Handelskammer Ulm und Oberschwaben berichtet wurde.  
Dabei hielt Frau Saori Dubourg – Vorstand bei BASF und zuständig für 70.000 Mitarbeiter – einen Vortrag über die Bilanzierung und Bewertung von Unternehmen.
Die Kernaussage war: Man müsse weg vom rein gewinnorientierten Buchungsstil und weitere Aspekte wie Nachhaltigkeits-, Zukunftsthemen, Umwelt und Sozialdaten müssen mit einfließen. Hin zur wirklichen sozialen Marktwirtschaft oder wie ich sagen würde hin zur Gemeinwohlökonomie. Wenn sich das durchsetzen sollte, hätten wir viele Probleme gelöst.
Also, wir brauchen ein Umdenken und neue Strukturen, um für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet zu sein und um die Schere zwischen arm und reich nicht weiter auseinandergehen zu lassen.
Zu diesen Themen gäbe es noch viel zu sagen bzw. es wäre spannend sich hier mit Ihnen auch weiterhin auszutauschen und zu diskutieren – vielleicht gibt es ja gleich noch die Gelegenheit dazu.
Zudem gibt es noch viele weitere Themen, die uns in Deutschland und weltweit immer wieder beschäftigen. Oft hinterlassen diese Dinge Zukunftsängste oder auch das Gefühl der Machtlosigkeit.
Bei allen Widrigkeiten dürfen wir jedoch nicht verzagen, sondern müssen positiv bleiben, die Chancen dieser Veränderungen sehen und die Dinge aktiv angehen und mitgestalten. D.h. nicht auf andere zu warten, sondern selber aktiv werden, sich einbringen und auch Veränderungen einfordern und all das bei einer guten und vernünftigen Diskussions- und Gesprächskultur. Die einfachsten und ersten Schritte hierfür kann man dabei in seiner eigenen Gemeinde tun.
So, nun würde ich sagen, lassen Sie uns doch gemeinsam einen Blick darauf werfen was in Dornstadt 2019 war und wie es in 2020 weitergehen wird.
In diesem Jahr habe ich meine Präsentation in 5 Kategorien eingeteilt:
a)  Nachhaltigkeit
b)  Betreuung und Bildung
c)  Wohnen
d)  Infrastruktur
e)  Personen und Organisationen

Starten möchte ich mit dem was bei uns in Sachen Nachhaltigkeit passiert ist und wie es weiter gehen wird:

Unser nachhaltiges Gemeindeentwicklungskonzept
GE.NA.U Dornstadt – gemeinsam Nachhaltigkeit umsetzen
Von der Entscheidung in einer Gemeinderatsklausur im Herbst 2018 bis zur Abschlussveranstaltung im Sommer 2019 waren es ungefähr eineinhalb intensive Jahre vom Auftrag des Gemeinderats ein solches Konzept zu erstellen bis zur Umsetzung und zur Verabschiedung.
Mit einem umfassenden Angebot für die Bürgerinnen und Bürger sich an der künftigen Entwicklung von Dornstadt zu beteiligen ist nun ein gutes nachhaltiges Gemeindeentwicklungskonzept  - GE.NA.U Dornstadt - entstanden.
Dabei haben wir auch neue Wege der Kommunikation und Bürgerbeteiligung eingeschlagen. Nicht immer wurden diese Möglichkeiten angenommen, aber für die Zukunft können wir durchaus Erkenntnisse daraus ziehen.
Vielen Dank nochmals an alle Bürger*innen, Mitarbeiter*innen und Externe, die bei der Erarbeitung des Konzepts mitgewirkt haben. In diesem Jahr und den Folgejahren wird nun schwerpunktmäßig die Umsetzung des Konzeptes anstehen.  Das gesamte Konzept kann auf www.dornstadt.de eingesehen werden.

European Energy Award (EEA)
Der EEA ist ein internationales Qualitätsmanagement  und Zertifizierungsinstrument für den kommunalen Klimaschutz. Wir sind Teilnehmer des EEAs und wurden im Jahr 2019 nun zum ersten Mal ausgezeichnet und zertifiziert.
Uns geht es bei der Teilnahme am EEA, wie auch sonst, nicht in erster Linie um die Auszeichnung oder Zertifizierung. Man erhält diese, wenn man gewisse Stufen erreicht oder sich in verschiedenen Bereichen verbessert hat. Somit dienen solche Verfahren zur Überprüfung und Kontrolle seiner Aktivitäten. Natürlich ist es auch eine Anerkennung für diejenigen, die sich in diesem Bereich engagieren.
 
DNP 2019
Die Gemeinde Dornstadt war nach 2015 wieder für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert worden. Die jeweils 3 besten Kommunen ihrer Größenkategorie werden zur Verleihung des DNP nach Düsseldorf eingeladen. Leider hat es auch dieses Mal zum ersten Platz nicht gereicht, aber trotzdem ist es eine schöne Anerkennung für unsere Arbeit in diesem Bereich.

Bildung und Betreuung
Das Thema Bildung und Betreuung hat uns in 2019 und wird uns auch in 2020 und darüber hinaus stark beschäftigen. Die Bildung und Betreuung waren schon immer wichtige Themen in Dornstadt, insbesondere im Gemeinderat hatten diese Themen immer eine hohe Priorität.
Dornstadt wächst und wird weiter wachsen was zunächst gut ist. Die Prognose und die Hochrechnungen der in Zukunft benötigten Plätze in unseren Kitas und Schulen werden dabei aber immer schwieriger und phasenweise fast unmöglich.
Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse wird es notwendig sein, insbesondere das Thema Kinderbetreuung in unseren Kitas zum Schwerpunktthema in den kommenden Jahren zu machen. Nicht außer Acht lassen dürfen wir dabei die Kernzeitbetreuung an unseren Schulen, die ebenfalls gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit braucht. Die Kernzeitbetreuung sowie auch die Schulsozialarbeit sind wichtige Ergänzungen in unseren Schulen.
Und unsere Schulen sind ebenfalls jedes Jahr sehr gefordert. Die Bildung ist ein zentrales und wichtiges Thema für unsere Gesellschaft, aber leider wird die Bildung bei einigen politischen Verantwortlichen in Bund und Land als Spielwiese für politische Profilierung verstanden.
Dieser politische Aktionismus – wie ich ihn mal nenne - erweckt häufig den Eindruck, dass hinter den Entscheidungen kein durchdachtes längerfristig angelegtes, mit einem vernünftigen Ziel und ausreichend Personal verknüpftes Konzept dahinter steht. Hier würde man sich schon seit Jahrzehnten eine andere parteiübergreifende Vorgehensweise wünschen.
Gerade auch deshalb möchte ich ein herzliches Dankeschön an alle Frauen und Männer, die hier in Dornstadt tagtäglich in unseren Betreuungs- und Bildungseinrichtungen eine hervorragende Arbeit für unsere Kinder leisten, aussprechen.
 
Zurück zu unseren Kitas. Konkret stehen folgende Maßnahmen an:

Kindergarten Bollingen
Die Kita Bollingen muss generalsaniert werden. Dabei wollen wir die Sanierung zur Erweiterung für weitere Krippenplätze nutzen. Stand der derzeitigen Planungen am jetzigen Standort ergaben eine Kostenschätzung von 2,7 Mio. €. Nach einer ersten Beratung im Gemeinderat, kurz vor Weihnachten, hat die Verwaltung den Auftrag, den Unterschied zu einem möglichen Neubau zu ermitteln, erhalten. Eine Entscheidung hierzu sollte, wenn möglich, im ersten Quartal getroffen werden.

Arche Noah
Auch der in der Trägerschaft des Diakonieverbands befindliche Kindergarten Arche Noah neben dem Markushaus in Dornstadt muss von Grund auf saniert und an aktuelle Vorgaben angepasst werden. Erste Pläne und Berechnungen liegen hierzu vor, die nun mit allen Gremien beraten werden müssen. Auch hier gibt es eine erste Kostenschätzung, die eine Summe von 1,6 Mio. € ergab. Mit der Diakonie stehen wir in einem guten Kontakt, jedoch muss die Frage der Gesamtfinanzierung noch geklärt werden.
Dadurch, dass Dornstadt und insbesondere der Ortsteil Dornstadt weiter wächst, wird der Neubau einer weiteren Kita notwendig. Hierfür benötigen wir einen Standort, an dem die Kita ggf. in Zukunft auch noch erweitert werden kann.

Neubau Kindertagesstätte
Ein geeignetes Grundstück, das im Besitz der Gemeinde ist, steht am Ende der Tomerdinger Straße zur Verfügung. Angrenzend an die jetzige Bebauung hat die Gemeinde vor Jahren ein entsprechendes größeres Grundstück erworben. Im Laufe des Jahres werden wir für den Neubau einen Architektenwettbewerb durchführen.
Darüber hinaus prüfen wir die Einrichtung eines kurzfristigen Provisoriums, um den akut fehlenden Kita-Plätzen begegnen zu können. Die Prüfung der möglichen Standorte ist derzeit in Bearbeitung und ich gehe davon aus, dass wir im 1. Quartal dem Gemeinderat einen Vorschlag unterbreiten können.
Der Kindergarten in Tomerdingen, der in der Trägerschaft der kath. Kirchengemeinde steht, wird ebenso saniert werden müssen. Hierzu stehen wir aber noch ganz am Anfang. Es werden erste grundsätzliche Gespräche mit der Kirchengemeinde geführt werden müssen, um den Bedarf und die Möglichkeiten zu prüfen. Allerdings ist in Anbetracht der eben genannten zahlreichen Projekte mit einer Sanierung nicht vor 2023 zu rechnen.
Auch die Situation der Kitas in Scharenstetten und Temmenhausen werden wir im Auge behalten müssen. Weitere Baugebiete in den genannten Ortsteilen könnten mittelfristig einen Handlungsbedarf auslösen.
Sie sehen also Kinderbetreuung wird in den nächsten Jahren ein Schwerpunktthema sein. Das wird nicht nur in Dornstadt so sein sondern auch in vielen anderen Gemeinden. Das Schwierigste sind jedoch nicht die Baumaßnahmen, eher für die Einrichtungen gutes Personal zu finden.

Somit komme ich zum dritten Schwerpunkt: Wohnen.

Dornstadt wächst, die Menschen, die nach Dornstadt bzw. die in Dornstadt wohnen bleiben wollen brauchen neben Betreuungs- und Bildungsplätzen vor allem Wohnraum, Wohnraum jeder Art.
Der vorhandene freie Wohnraum, sofern es ihn überhaupt gibt, ist stark nachgefragt. Daher sind wir froh über jede Art von Wohnraum der neu entsteht. Auch die Ausweisung von neuen Baugebieten werden wir dafür benötigen. Die Ausweisung von neuen Baugebieten steht natürlich im Widerspruch zu unserem Anspruch möglichst wenig Fläche zu verbrauchen. Es wird daher unsere Aufgabe sein, die neuen Baugebiete möglichst nachhaltig zu gestalten. Zudem arbeiten wir in der Verwaltung gerade an einem Konzept, wie wir die innerörtlichen Potenziale möglichst besser heben können.
Hier nun ein paar Bereiche die genannt werden können.

Hahnenweide IV in Dornstadt
Die Plätze sind alle vergeben. Es wird kräftig gebaut und die ersten Häuser sind auch schon fertiggestellt.

Gemeindegrundstück im Baugebiet Hahnenweide
Das Grundstück im Baugebiet Hahnenweide IV umfasst ca. 3000qm. Über einen sogenannten Investorenwettbewerb wollen wir einen geeigneten Investor für dieses Grundstück finden. Vorgaben könnten eine nachhaltige Bauweise, eine zeitgemäße Wärmeversorgung, ein Anteil des sogenannten „bezahlbaren“ Wohnraums und Mietwohnungen sein.

Im Anger
Das Baugebiet in Scharenstetten mit insgesamt 15 Plätzen wird bald erschlossen sein.

Ebenso das Baugebiet in Temmenhausen. Das Gebiet Schwarzhülenäcker II wird im Laufe des ersten Halbjahrs erschlossen und hat insgesamt 27 Plätze.

Arkadien
Die Strenger Gruppe hat zwischenzeitlich mit den Bauarbeiten zu den Arkadien begonnen und den Verkauf gestartet. Es freut uns, dass ein privater Investor dieses ehemalige Gewerbegebiet nun für Wohnzwecke nutzt. Für meine Begriffe wird es architektonisch ansprechend und es ist ein gutes Beispiel wie ein innerörtliches und vorbelastetes Grundstück gut für Wohnen genutzt werden kann.

Dornstädter Höfe
Unser größtes Zukunftsprojekt die „Dornstädter Höfe“ befindet sich noch in der Phase der Vorbereitung, der Untersuchungen und der Prüfung auf wirtschaftliche Umsetzbarkeit. Auch wenn man im Moment hierzu nicht viel hört bzw. nicht viel liest, arbeiten einige Planer und Büros, sowie Verwaltung und auch unser Partner, die Evangelische Heimstiftung, an den jeweiligen Projektaufträgen. Wir gehen davon aus, dass wir bis Mitte 2020 wissen, ob und wie wir die Dornstädter Höfe umsetzen können. An dieser Stelle auch noch ein herzliches Dankeschön an die Evangelische Heimstiftung für die gute Zusammenarbeit.
Und Glückwunsch nochmals an die EHS zum Neubau des Kurt-Ströbel-Hauses, das im letzten Jahr seinen Betrieb aufgenommen hat.
 
Lange Straße 12
Hier wollen wir gemeinsam mit einem örtlichen Bauträger, dem das Grundstück Lange Straße 16 gehört, eine gemeinsame Bebauung umsetzen. Über eine sogenannte Mehrfachbeauftragung von Architekten werden wir für diese beiden Grundstücke ein gemeinsames Bebauungskonzept mit dem Bauträger erarbeiten.

Aufstellungsbeschlüsse für mögliche weitere Baugebiete
-     Bollingen, Am Mähringer Weg
-     Bollingen, Ortsmitte Bollingen
-     Tomerdingen, Am Dornstadter Weg
-     Dornstadt, Nächster Abschnitt in der Hahnenweide
 
Infrastruktur

Feuerwehrhaus
Das Feuerwehrhaus in Dornstadt ist ein wichtiges Projekt für die Gemeinde und insbesondere auch für unsere Feuerwehr. Das Gebäude hat neben allen erforderlichen Räumen 6 Stellplätze und einen Waschplatz und wir gehen davon aus, dass wir die Baukosten von ca. 5,3 Mio. € am Ende des Jahres bei der Fertigstellung auch eingehalten haben. Am 29. November 2019 fand das Richtfest statt. Das Gebäude mag dem einen oder anderen groß erscheinen, aber wenn man sieht wie viele und welche Art von Einsätzen unsere Feuerwehr zu bewältigen hat, dann braucht es eine entsprechende Ausstattung, Fahrzeuge und eben ein vernünftiges Gebäude, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Nicht vergessen werden darf man, dass unsere Feuerwehrfrauen und -männer diese Arbeit in ihrer Freizeit ehrenamtlich machen.
Auf die Feuerwehr ist immer Verlass – komme was da wolle…
Dafür gebührt ihnen unser Dank und Anerkennung. In diesen Dank schließe ich die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte von Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz etc. mit ein. Vielen Dank!

Mehrzweckhalle Scharenstetten
Ein Projekt, auf das in Scharenstetten schon lange gewartet wird, ist der Bau einer Mehrzweckhalle. Die neue Erschließungsstraße von der Landesstraße her ist fertig gestellt und die Rohbauarbeiten für die Halle selbst sind noch in einer Sitzung im Dezember 2019 vergeben worden. Viele haben sich bei den Planungen zu dieser Halle Vorort eingebracht und so hoffen wir, dass sie anschließend allen gefällt und auch entsprechend genutzt wird. Kosten der Halle betragen ca. 5,0 Mio. € ohne die Außenanlagen. Mit der Fertigstellung ist bis Ende 2021 zu rechnen.
 
Glasfasernetz
Der Ausbau der Breitbandversorgung ist ein negatives Beispiel, wie wir in Deutschland manchmal Zukunftsthemen angehen und umsetzen. Derzeit kümmern sich in Deutschland die Kommunen um den Ausbau der Breitbandversorgung, obwohl dies nicht ihre Aufgabe ist.
Hier könnte man noch viel dazu sagen, aber das würde den heutigen Rahmen sprengen.
Um den Ausbau in Dornstadt bewerkstelligen zu können, haben wir uns entschlossen den Glasfaserausbau in einen Eigenbetrieb auszulagern, vergleichbar mit unserer Wasserversorgung. Die jetzt anstehenden ersten Ausbauarbeiten zum sogenannten Backbone werden wir über einen Dienstleister organisieren, so dass wir schnell in die Umsetzungsphase kommen sollten. Wie sich das Ganze in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird und bis wann wirklich jeder Haushalt dann über einen Glasfaseranschluss verfügt, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

Albrecht-Berblinger-Straße
Mit der neuen und notwendigen Kreisstraße des Alb-Donau-Kreises zwischen unserem Gewerbegebiet Himmelweiler und der Landesstraße 1239 nach Beimerstetten ist 2019 auch begonnen worden. Mit diesem Abschnitt, dem neuen Autobahnanschluss an die A8 und der Ortsumfahrung Beimerstetten (mit der hoffentlich auch bald begonnen wird) wird dann die notwendige Verkehrsinfrastruktur für den Containerbahnhof und die Gewerbegebiete an der A8 fertiggestellt sein. Dies ist schon mit dem Hintergrund wichtig, da die DUSS (Deutsche Umschlaggesellschaft Straße Schiene) derzeit eine Erweiterung des Containerbahnhofs plant.
Das waren nun ein paar Beispiele was wir in Dornstadt alles umsetzen. Das ist wenn man so will im positiven Sinne die Spitze des Eisbergs, was jedes Jahr geleistet wird und welche Dienstleistungen zuverlässig angeboten werden. Ich finde das kann sich sehen lassen.
Maßgeblich dafür verantwortlich sind unsere 200 Mitarbeiter der Gemeinde, die tag-täglich eine sehr gute, zuverlässige und engagierte Leistung bringen. Dafür auch mal am Neujahrsempfang ein herzliches Dankeschön!
 
Personen und Organisationen.

Gemeinderäte
Seit der konstituierenden Sitzung vom 11. Juli 2019 ist der neu gewählte Gemeinderat im Amt. Bei der Klausurtagung im September, haben wir uns mit der finanziellen Leistungsfähigkeit und der Priorisierung der anstehenden Projekte beschäftigt. Danach folgten bis Weihnachten noch ein paar ordentliche Sitzungen. Ich glaube man kann sagen, dass wir zusammen einen guten Start hingelegt haben.
Wir haben eine gute vertrauensvolle Basis gefunden, um auch die nächsten Jahre die vielfältigen Aufgaben sachorientiert, kooperativ und gemeinsam mit Ihnen der Bevölkerung angehen zu können.
Neben dem Gemeinderat wurden an der Kommunalwahl 2019 aber auch die Ortschaftsräte und Ortsvorsteher wieder bzw. neu gewählt. Ich danke Ihnen allen, die sich bereit erklärt haben für ein Amt in Ihrer Ortschaft in Ihrer Gemeinde zu bewerben. Es ist wichtig, dass wir Bürgerinnen und Bürger haben, die diese nicht immer einfache Aufgabe und Verantwortung, übernehmen.
Vielen Dank für Ihr Engagement ehrenamtlich für Ihre Gemeinde zu wirken und zu arbeiten. Der Dank gilt auch allen Kandidat*innen, die nicht gewählt wurden. 

Ehrenamt
Meinen Dank möchte ich an dieser Stelle auch allen anderen, die sich in irgendeiner Form für Ihre Mitmenschen einbringen, zum Ausdruck bringen.
Wir haben eine große Zahl von ehrenamtlich tätigen Menschen, die sich z.B. als Fahrer beim Bürgerrufauto, im Seniorenbüro, bei der Nachbarschaftshilfe, im Hospiz oder auch bei unseren zahlreichen Vereinen, einbringen. Vielen Dank an sie alle. Sie sind wichtige Stützen unserer Gesellschaft und haben einen großen Anteil daran, dass das Leben in Dornstadt so lebenswert ist.

Bundeswehr
Das Ende des diesjährigen Neujahrsempfangs möchte ich mit einer schönen Patenschaft beschließen. Unsere Bundeswehr hat eine wichtige, aber auch schwierige Aufgabe zu bewältigen. Bei ihren Einsätzen riskieren die Soldatinnen und Soldaten oftmals ihre Gesundheit und ihr Leben für uns hier in Deutschland. Aus diesem Grund brauchen sie unsere Unterstützung und Rückendeckung. Natürlich ist die Frage, ob und wie die Bundeswehr international eingesetzt werden soll, eine schwierige Fragestellung, die ausgiebig diskutiert und gut abgewogen werden sollte.
Ganz aktuell wird diese Frage auch wieder im Falle Libyen anstehen.
Die Präsenz unserer Bundeswehr, gerade auch im Ausland bei internationalen Einsätzen, ist mit Gewähr dafür, dass wir in Deutschland in Frieden leben können. Und um den Rückhalt und die Zusammengehörigkeit zwischen der Zivilgesellschaft  und der Bundeswehr noch besser ausdrücken zu können, ist die Gemeinde Dornstadt mit der 1. Kompanie des Sanitätsregiments 3 „Alb-Donau“ eine Patenschaft eingegangen.
Das Sanitätsregiment 3 „Alb-Donau“ hat zudem seit dem 14.01.2020 einen neuen Kommandeur. Herr Dr. Weisel löst Herrn Dr. Armbrüster ab. Gerne wäre Herr Dr. Weisel heute Abend gekommen ist aber nun leider kurzfristig verhindert.
 
Heute wollen wir den Neujahrsempfang dafür nutzen, um die Urkunden zu dieser Patenschaft auszutauschen. Ich freue mich, die Patenschaft nun offiziell besiegelt zu haben. Die Zusammenarbeit zwischen der Rommelkaserne und der Gemeinde ist seit vielen Jahrzehnten gut und ich glaube, dass diese Patenschaft dies nochmal zum Ausdruck bringt und für die Zukunft weitere positive Impulse setzt.
 
Ja, meine Damen und Herren, Sie haben nun wieder einen kurzen Abriss darüber bekommen was in Dornstadt alles läuft. Man stellt aber auch immer wieder fest, dass wir zwar viel in Beton, Ziegel oder Holz investieren können, aber das Entscheidende ist immer was die Menschen und das am besten gemeinsam und partnerschaftlich daraus machen. So sind wir alle aufgefordert uns einzubringen und Verantwortung zu übernehmen, um die Gemeinde Dornstadt weiter voranzubringen, damit es lebens- und liebenswert bleibt.
 
„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ (Antoine de Saint-Exupéry).
Ich hoffe, dass Sie im Jahr 2020 viele Ihrer Pläne und Projekte möglich machen können. Privat, im Beruf, im Ehrenamt und für unsere Gemeinde Dornstadt. Ich wünsche Ihnen Gesundheit, Kraft und viel Erfolg bei all Ihren Vorhaben!

Weitere Informationen

Kontakt

Gemeinde Dornstadt
Kirchplatz 2
89160 Dornstadt
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