Gemeinde Dornstadt

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Archäologische Überreste

Die Besiedlung der Gemarkung Bollingen reicht weit zurück. Im Gewann Katharinenholz nordwestlich von Böttingen finden sich die Reste einer frühzeitlichen Anlage. Zwischen Bollingen und Mähringen weist noch ein Flurname auf den zwischenzeitlich untergegangenen Weiler "Norderhardt" hin. Auf dem Schlossberg stand einst eine Burg der Herren von Helfenstein. Leider sind hiervon keine Überreste mehr erhalten.

Herrschaftsverhältnisse im Lauf der Jahrhunderte

Urkundliche Nachweise über die Vergangenheit Bollingens liegen seit dem 12. Jahrhundert vor. Damals gehörte die Siedlung zum Herrschaftsbereich der Helfensteiner. Wie zu dieser Epoche üblich, kam es zu häufigen Wechseln der Eigentümer des Dorfes. Zeitweise übte das Ulmer Augustinerchorherrenstift St. Michael die Herrschaft aus, ab 1486 nahm diese der Deutsche Orden wahr. 1487 erhielt Bollingen durch Kaiser Friedrich III. ein niederes Gericht. Der Ort fiel 1806 an Bayern und kam schließlich 1810 zu Württemberg.

Die dem hl. Märtyrer Stephanus geweihte Kirche wurde an der Stelle der früheren Deutschordenskirche im Jahr 1853 erbaut und in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts gründlich renoviert. Das Schul- und Rathaus wurde 1911 erbaut. In den 80er Jahren wurde die Mehrzweckhalle angebaut. 

Der Weiler Böttingen gehörte bis 1825 kirchlich zu Tomerdingen, verwaltungsmäßig aber zum Deutschordensamt Bollingen. Die Grundherrschaft teilten sich der Deutsche Orden, die Kaplanei Klingenstein und das Kloster der Klarissen in Söflingen. In einer Privatkapelle befindet sich ein wertvolles Flachschnitzwerk der Ulmer Schule aus dem Jahr 1627.

Eine historische Besonderheit

Eine historische Besonderheit Bollingen stellten die Schneckengärten dar. Noch 1855 wurden über 100.000 Schnecken, in Fässern verpackt, verschickt. Sie gelangten bis nach Wien, Paris und Nancy, wo sie während der Fastenzeit als Leckerbissen begehrt waren.

In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich die Struktur des Ortes deutlich gewandelt. Parallel zum Rückgang der in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung wurden Neubaugebiete ausgewiesen. In den Jahren 1970/71 wurde der Kindergarten erbaut, die Leichenhalle erstellt und der Friedhof erweitert.

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Haus der Geschichte BW

Das Haus der Geschichte BW beschäftigt sich mit der Geschichte von Baden, Württemberg und Hohenzollern seit 1800.

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