750 Jahre Scharenstetten
Rückblick zum 750-jährigen Ortsjubiläum

Wir, die Vereine und die Ortsverwaltung, bedanken uns recht herzlich für Ihren Besuch. Gemeinsam feierten wir neben der 10. Dorfweihnacht auch unseren Abschluss zum 750-jähringen Ortsjubiläum von Scharenstetten.
Mit einer dampfenden Tasse Glühwein oder Punsch vergingen die Stunden bei weihnachtlicher Musik wie im Flug. Auch das schmackhafte Kesselgulasch oder die Rote Wurst fand bei den winterlichen Temperaturen schnell ihre Abnehmer.
Im Rathaus konnten Jung und Alt den Geschichten, erzählt von der Märchenerzählerin Helga Petri, lauschen. Im Jubiläumsjahr wurde am 2. Mai die neue Raiffeisenbank in Scharenstetten eingeweiht. Ralf Schiffbauer, Vorstand der Volksbank Laichingen, überreichte einen Scheck von 1500,- Euro an Pfarrer Fritz Held für seine Arbeit „Barrio Ulm" in Argentinien. Die Summe kam aus dem Verkauf der gebackenen „Fluiga" zusammen, dieser Betrag wurde dann von der Volksbank Laichingen verdoppelt. Mit einem Feuertanz verzauberte Tanja Gehring so manchen Besucher für eine kleine Weile, und mit Böllerschüssen wurde das 750-jährige Jubiläum, so wie es begonnen hatte, durch die Schützen beendet.
Zum Ende des Jubiläumsjahres noch ein paar persönliche Zeilen:
750 Jahre Scharenstetten – 1260 die Erstnennung unseres Ortes. Am 9. Dezember 1260 wurde die erste Urkunde mit der Erwähnung des Ortes von Friderico de Scarnstetten unterzeichnet. Zu unserem Ortsjubiläum gesellten sich aber noch eine ganze Reihe weitere Jubiläen und Anlässe in diesem Jahr hinzu: Nach der Auftaktveranstaltung am 23. Januar folgten weiter Anlässe wie die Einweihung der neuen Raiffeisenbank in Scharenstetten am 2. Mai, das Festwochenende zum 750-jährigen Ortsjubiläum am 24. und 25. Juli und das Altarjubiläum, das wir gemeinsam mit der Kirchengemeinde gefeiert haben, das 125-jährige Jubiläum des Gesangvereines am 16. Oktober, ja, und am 12. Dezember feierten wir den Jubiläumsabschluss gemeinsam mit den Vereinen bei der Dorfweihnacht. Und das alles zusätzlich zu den traditionellen Festen im Dorf wie Maihock, Gockelschießen, A-Jugendturnier an Pfingsten, Krämermarkt und in diesem Jahr auch das Albmusikertreffen. Nicht zu vergessen die ganz privaten Festtage innerhalb der Familie, den Veranstaltungen der Vereine, der Kirche, des Kindergartens und der Schule.
Eine Glanzleistung an Logistik und Ausdauer.
Ja, welche Worte findet man, die alles auszudrücken vermögen?
Für mich sind das Glück, Dankbarkeit, Zufriedenheit. Vielleicht ist das passend zur Weihnachtszeit vergleichbar mit einer Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes. Alle Gefühlsschwankungen, Emotionen begleiten uns in dieser Zeit. Das Ereignis einer Geburt bringt Vieles mit sich, begleitet uns ein Leben lang und hat Auswirkungen auf Generationen nach uns.
Es war richtig, dieses Jubiläum zu feiern!
Zu Beginn im Januar 2009 sammelten wir noch viele Ideen und stellten uns mehrmals die Frage, wie wir das Ortsjubiläum gebührend feiern sollen. Welche Chancen, welche Risiken bringt so ein Fest mit sich? Heute können wir mit Stolz sagen, dass unser Konzept im Jahre 2010 aufging. Wir haben uns mit unserer Vergangenheit beschäftigt, haben an Vieles erinnert was bis heute erhalten und gepflegt worden ist, haben aber auch die Gegenwart präsentiert. Mit den vorhandenen Möglichkeiten und mit der Unterstützung aus dem Dorf und den Helfern aus den Nachbardörfern und ganz wichtig den aktiven Gruppen und Organisationen, die an den Festtagen beteiligt waren. Wenn sich so viele Bürgerinnen und Bürger zusammentun, um die Geschichte des Dorfes Scharenstetten darzustellen und zu feiern, dann hat das viel mit der Gegenwart, der Gemeinschaft eines Dorfes zu tun. Den Skeptikern möchte ich dies zum Bedenken geben.
Scharenstetten ist heute am Ende eines Festjahres. Es ist um Begegnungen reicher geworden. Einheimische und Neubürger, Jung und Alt arbeiteten und feierten gemeinsam, sie alle erfüllen unsere Gemeinde mit Leben. Besonders gefreut hat mich das Lob von Bürgern, die es traditionell mit Umzug und großem Festzelt gefeiert hätten, nun aber sich bedankten für diese tolle Leistung. Hier an dieser Stelle möchte ich das Lob herzlich weitergeben an meinen Festausschuss, an alle Helfer, Spender und Gönner, an die Gemeinde. Ohne Sie, ohne euch ist nichts denkbar, wäre nichts umsetzbar gewesen. Bedanken möchte ich mich auch bei Ihnen, liebe Besucher, dass sie gekommen sind und auch bei den Journalisten der Südwest Presse für die tolle Berichterstattung.
Ich hoffe von Herzen, dass unser Jubiläum alle Erwartungen erfüllt hat und sie später noch gerne daran zurückdenken.
Ich bin stolz, was unser Dorf leisten kann.
Ihnen allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest, ein friedvolles und gesundes Jahr 2011. Ich wünsche allen in verantwortlichen Gremien viel Kraft und Energie für alles Wichtige.
Allen, denen das vergangen Jahr schmerzliche Erfahrungen durch Krankheit, Trauer und Einsamkeit brachte, gilt mein besonderes Mitgefühl und ich wünsche Ihnen in kleinen Schritten Zuversicht.
Wir leben aus der Vergangenheit
in der Gegenwart
auf die Zukunft hin.
Vielen Dank.
Ihre Gabriela Erb
Ortsvorsteherin